Was wohl außerhalb der Vereinigten Staaten kaum jemand wahr haben wollte, ist nun ganz offiziell doch eingetroffen! Donald Trump, die personifizierte Stinkbombe der US-amerikanischen Politik, hat die Wahlen für sich entschieden. Die US-Bürger haben abgestimmt und eine Mehrheit hat ihr Vertrauen in die Hände dieses lügenden Psychopathen gelegt. Nun ja, das haben wir zu akzeptieren. Gleichwohl sind wir alle ebenfalls betroffen und wir fragen uns natürlich, was für Folgen das für die USA, für Europa und mithin die gesamte Welt haben wird? Auf Kamala Harris entfallen demnach 71.239.698 Stimmen (48%) und 226 Wahlmännerstimmen, auf Donald Trump hingegen 74.834.220 Stimmen (50.4%) und 312 Wahlmännerstimmen. Das ist zwar ein relativ knappes Ergebnis mit einem Unterschied von nur 2,4%, aber da war ein deutlich engeres Rennen zwischen den beiden Kandidaten erwartet worden. Der Unterschied bei den Wahlmännern ist da schon deutlicher. Dies liegt daran, dass die Zahl der jeweiligen Wahlmänner in den einzelnen Bundesstaaten nicht nur unterschiedlich ist, sondern auch deshalb, dass die Wahlmänner in den Staaten, die von einem der Kandidaten gewonnen wurden, diesem jeweils zur Gänze zugeschlagen werden. So steht es nun also letztendlich zwischen Harris und Trump 226 : 312 Stimmen! Weitere Einzelheiten können der von mir unten verlinkten Seite entnommen werden!
Zwar sind sich die US-Amerikaner wohl nur in wenigen Fällen der Tatsache bewusst, dass eine Wahl in den USA eben nicht nur in den Staaten Folgen hat, sondern angesichts der wirtschaftlichen und internationalen Verflechtungen und des militärischen Engagements eben auch weltweite Folgen hat, aber zumindest der Rest der Welt betrachtet die Entwicklungen in den USA teils mit großer Sorge und in der Gewissheit, keinerlei Einfluss ausüben zu können. Natürlich sind wir uns im Klaren darüber, dass auch die USA sich nicht in unsere Wahlen einmischen können, jedenfalls nicht offiziell, aber die weitaus meisten Amerikaner haben sowieso kein Interesse daran, was außerhalb ihrer Heimat überhaupt passiert.
Jeder weiß, dass Trump den Klimawandel für eine Erfindung der Chinesen hält und er sich darum auch aus internationalen Verträgen zum Schutz des Klimas zurück zieht, wie er es schon einmal getan hat. Andererseits stellt sich die Frage, wie er auf den Krieg Russlands in der Ukraine reagiert. Ob er nun wirklich die finanzielle und militärische Unterstützung kürzen oder ganz einstellen wird und die Ukraine damit dem Zugriff Putins überlässt? Oder ob die USA unter Trump die Unterstützung für das von internationalen Terrorgruppen bedrängte Israel hochfahren wird und die Lieferungen von Militärmaterial langfristig sicherstellt? Wer weiß das schon. Die Verlässlichkeit US-amerikanischer Politik ist dahin und wir müssen sehen, wo wir bleiben.
Klar ist auch, wir müssen uns um unsere Verteidigung künftig auf jeden Fall selbst kümmern. Lediglich die atomare Abschreckung der USA dürfte etwas sein, was auch langfristig gewährleistet ist, vorausgesetzt, die Bezahlung stimmt. Denn für Trump und seine versammelten Idioten ist die Staatsführung ein Geschäft. Nicht umsonst reden die Trumpisten und mittlerweile auch viele andere Politiker von einem sogenannten „Deal“, wenn sie eine Vereinbarung treffen. Man hat sich schon den trumpistischen Sprachduktus zu eigen gemacht und niemand findet mehr etwas dabei! Es ist aber auch deutlich geworden, dass zumindest Europa deutlich mehr Einsatz bei der Verteidigung ihrer Sicherheit und Interessen zeigen muss, koste es, was es wolle! Die Zeiten kleiner, kaum einsatzbereiter Armeen in den einzelnen Nationalstaaten sind ein für alle Mal vorbei. Die Abschaffung der Wehrpflicht in Deutschland durch die CDU/CSU, war ein fataler Fehler, der einmal mehr zeigt, wie kurzfristig die Planungen der damaligen Regierung waren. Um des Vorteils bei jungen Wählern willen und nicht zuletzt um Geld zu einsparen, gab man die Wehrpflicht auf, dampfte die militärische Infrastruktur ein und verkleinerte die Truppe, indem man auf die Vernunft und den Friedenswillen Russlands baute! Der Rest wurde kaputtgespart und heute schiebt man der SPD die Schuld für die dadurch entstandenen Probleme in die Schuhe. Auf die USA ist kein Verlass mehr in dieser Beziehung und dafür kann man den Amis nicht einmal böse sein. Warum sollten die für die Sicherheit anderer Staaten einstehen, wenn die nicht Willens und in der Lage sind, selbst dafür Sorge zu tragen? Wir werden uns unter Donald Trump warm anziehen müssen. Aber sehen natürlich auch, dass er nicht ewig leben wird. Es wird auch wieder demokratische Präsidenten geben und dann werden sich die Beziehungen zur stärksten westlichen Militärmacht wieder einpendeln!
Links:
- Wahlergebnis USA 2024 (Daten von Google vom 11.11.2024)
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