Ja, dem Herrn Merz kann es nicht schnell genug gehen. Am liebsten gestern noch will er die Vertrauensfrage gestellt haben und vorgestern am Besten schon die Neuwahlen abgehalten. Es könnte ja sein, dass in drei Tagen die just so günstig scheinenden Prognosen schon wieder für den Arsch sind! Wer weiß, vielleicht sackt die Union mit ihren derzeit knapp über 30% liegenden Umfragewerten bis Mitte Januar oder so schon wieder in richtung der 20er Marke, weil es eigentlich ja schon viel zu lange sstill ist aus der Ecke des Herrn Söderer. Der hat soeben erst verkündet, frei nach dem Motto: „Mir doch scheißegal, wer unter mir Kanzler wird!“ für eine Koalition käme nur die SPD in Frage. Den Lindner, der sich selbst gern in der Rolle des „neuen“ Finanzministers in einer möglicherweise unionsgeführten künftigen Bundesregierung sieht, sieht Söder dort sicher nicht. Überhaupt muss es ihm unendlich schwer fallen, die Füße derart still zu halten. Wo er doch der große Kümmerer ist. Zumindest in Bayern und wenn´s um seine Angelegenheiten geht, gell?

Ein besonderes Schauspiel bietet auch der Fritze Merz. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, er hat Angst und das nicht nur vor eventuell sinkenden Umfragewerten, bevor er noch der neue Bundeskanzler werden kann, anstelle des alten Bundeskanzlers. Oder, was noch viel, viel schlimmer wäre, wenn Frau Merkel aus ihrer mecklenburgischen Gruft stiege, wie Phönix aus der Asche und lauthals verkündete: „Bevor der Merz Kanzler wird, mach ich das lieber selbst noch mal!“ Denn dem Fritz hat sie schon damals schon nichts zugetraut und daran dürfte sich auch bis heute nichts geändert haben. Also hat sie ihn damals schon von der Macht weggebissen und der Merz verzog sich deprimiert-sauertöpfisch blickend in sein heimatliches Sauerland und lebte dort im Exil, bis seine Stunde nahte, da die Alte sich von der Macht und der Kanzlerschaft zurück zog! Das würde er sicher nicht überleben. Und dann noch den Söderer markus, wenn er den nur los würde. aber der klebt an der Macht, wie es einst Franz-Josef Strauß tat. Den musste erst der Schlag treffen, bevor er dem amte des Ministerpräsidenten von Bayern entsagte.

Also schauen wir mal, wie der Olaf Scholz mit Merzen´s Forderungen nun umzugehen gedenkt. Wahrscheinlich wird er ihm die lange Nase drehen und sich denken, dass es ganz gut ist, wie es gerade ist. Ampel hin, Ampel her, mit den Linken auf seiner Seite – und das haben die schon angekündigt, dass sie eher nicht Merz unterstützen wollen, dann schon lieber den guten Olaf – hat es der Unionsführer nicht gerade leicht, den dicken Willy zu markieren. Aber davon kann er nicht ablassen. Er ist erzkonservativ, der arme, millionenschwere Mittelständler, er ist eher für die Frau am Herd, als im beruf, oder gar in der Politik und er will immer noch so gerne Kalif anstelle des Kalifen sein. Ach, da muss ich mich jetzt aber entschuldigen, denn das ist eine ganz andere Geschichte.

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