Da kann es einem schon die Tränen ins getrübte Auge treiben. Und es sind keine Freudentränen. Zwar darf man mit einer gewissen Genungtuung feststellen, dass ein gewisser Jens Spahn keinen Eingang ins Kabinett gefunden hat – wenigstens etwas. Er verschwindet im CDU-Parteivorstand, irgendwie als Fraktionschef, oder so. Aber ansonsten sie es meiner bescheidenen Meinung nach zappenduster aus! Okay, mal abgesehen vielleicht von Johann Wadephul (62) als Außenminister. Dem kann man durchaus was zutrauen. nur was, ist nicht so ganz klar. Aber geben wir ihm wenigstens ein paar Tage Zeit um sich in dem Wirrwarr, den die gute Analena Baerbock unweigerlich hinterlässt. Bundesminister:In für Wirtschaft und Energie wird die Ex-Chefin von Westenergie, Katherina Reiche (51). Thorsten Frei (51) übernimmt als Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramts die Aufgaben des obersten Schwaflers vom Dienst, wo er sich bislang schon über alle Maßen auszeichnete! Aber nun kommt einer der Hämmer der neuen Regierung. Das Amt des Innenministers und der Heimat erhält niemand anders und kein Geringerer als Alexander Dobrindt (54) höchstselbst und dann auch gleich noch persönlich. Einen Bessern fandst Du nicht, Fritze? Das ist in höchstem Maße traurig, traurig, traurig. Dieser christsoziale Ritter von der traurigen Gestalt hatte mal das Amt des Verkehrsministers unter der Muddi Merkel inne und dort versagte er so sehr, dass einem schon die Tränen des Mitleids kommen konnten – Deutsche Bahn? Desater. Infrastruktur? Noch beschissener. Pkw-Maut? Ja mei! Wos hams g´sagt? Nix hams g´sagt, rausg´schmissn hams mi! Auch hier wird er, wie sonst auch in jedem innegehabten öffentlichen Amte, auf die Kacke hauen, dass es der Sau graust!

Nina Warken (45), eine Frau von der wohl noch niemand was gehört hat, am allerwenigsten der Fritze selbst, darf nun als Gesundheitsminister:In in des Lauterbachs Fußstapfen wandeln. Ob sie´s besser hinkriegt, darf mit Fug und recht bezweifelt werden. Bundesminister:In für Bildung, Familie, Senioren, Frauen, ja sogar der Jugend, darf sich die Karin Prien (59) aus Schleswig-Holzbein nennen und zu guter (oder schlechter) letzt, aber dann auch als die wirklich die Allerletzte, darf (oder muss) man die gute alte Dorothee Bär (47) nennen, die es bislang als die Digitalminister:In unter Merkel geschafft hat, aber auch sowas von gar nichts zu erreichen, dass sie praktisch als unbeschriebenes Blatt gelten darf. Ihr vertraut man nun allen Ernstes das Ministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt an und man frägt sich völlig verstört, ob es überhaupt möglich gewesen wäre, eine noch schlechtere Wahl zu treffen? Dafür wird Patrick Schnieder (56) Verkehrsminister, wo er im CDU-Auftrag versuchen darf, die Deutsche Bahn auch weiter und diesmal final zu Grunde zu richten. Nicht zu vergessen den Alois Rainer (60), der das Amt des obersten Bauern bekleiden darf und sich um die Belange bayrischer Landwirte kümmern darf. Schließlich entstammt er der CSU und jeder weiß, was für grausame Folgen dies für alle anderen Landwirte haben wird!

Karsten Wildberger wurde als Minister für Digitalisierung und Staatmodernisierung erwählt. Dafür prädestinierte ihn wohl sein Job als Chef von MediaMarktSaturn, warum auch immer. Vermutlich dachte man, dass jemand der Unterhaltungselektronik verkauft, irgendwie ja doch schon auch was von Digitalisierung verstehen muss – jedenfalls mehr als die Ex-Digiminister:In Doro Bär, oder? Staatsminister für Kultur und Medien darf ab bald der (rechts-konservative!) Publizist Wolfram Weimer (60) sein, der mir irgendwie vorkommt wie Rupert Murdoch mit seinem US-Medienimperium. Ein gewisser Michael Meister (63) darf sich künftig Minister für Bund-Länder-Zusammenarbeit schimpfen, Christiane Schenderlein sich Minister:In für Sport und Ehrenamt nennen (und ein bisschen wie eine etwas jüngere Nancy Faeser wirken, aber nicht viel!). Serap Güler (44) wird Staatsminister:In im Bundesministerium des Auswärtigen werden, ganz genau so wie Gunther Krichbaum (60).

Das soll´s dann erstmal von meiner Seite gewesen sein. die meisten angehenden Minister kennt eh keine Sau, nur die abgetakelten CSU-Fregatten hatte man schondas ein oder ander Mal auf dem Schirm. Allerdings kaum je in guter Erinnerung! Daran wird sich vermutlich auch nichts ändern. Aber wir sollten uns um die CDU wirklich ernsthafte Sorgen machen, wenn sie sich auf dieses allerletzte Aufgebot stützen muss um die Regierung Deutschlands zu übernehmen. Mahlzeit!

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