Man kann sich schon frägen, ob irgend jemand etwas anderes erwartet hatte, als sie auf den Schild gehoben wurde, um zur Bundestagspräsident:In gewählt zu werden und da muss ich doch mit einem glatten „Nein!“ antworten. Die werte Frau Klöckner war schon immer für ihr Gesülze in allen möglichen und unmöglichen politischen Gemengelagen gut – oder schlecht! Augenscheinlich hat sie auch ein offenes Ohr für die armen Wutbürger, die aus Verzweiflung die AfD wählen müssen, weil ihnen die CDU nicht mehr erzkonservativ genug ist und die doch unbedingt für die demokratischen Parteien zurückgewonnen werden müssen. Anders kann man ihren selten dämlichen Ausspruch „Für das, was Ihr wollt, müsst Ihr nicht AfD wählen. Dafür gibt es eine demokratische Alternative: die CDU.“ nicht werten, finde wenigstens ich! Allerdings behauptete sie später, ihre Aussagen seien von ihren Kritikern „uminterpretiert“ worden, was auch immer das nun heißen mag. Dabei entsteht natürlich der Eindruck, dass sie es mit der Brandmauer nichjt ganz so genau nimmt. Auch an vielen weiteren ihrer Positionen gibt es oft und viel Kritik. Beispielsweise findet sie den Klimaschutz gerade „en vogue“ und damit auch vollkommen überbewertet. Erst vorgestern, oder so, als der Papst das Zeitliche segnete, ohne vorher ihre Erlaubnis einzuholen, giftete sie, die Kirchen sollten sich besser nicht zur Tagespolitik äußern. Sicher hat man sie auch diesmal wieder „missverstanden“ und/oder ihre harmlos gemeinten Aussagen „uminterpretiert“. Ganz sicher war es so. Es ist ein ganz ähnliches Phänomen, wenn Jens Spahn seine Sprüche kloppt und dann plötzlich verwundert feststellen muss, dass man ihn bewusst „falsch verstanden“ haben muss! Natürlich hat das alles System. Hier wird ganz bewusst auf die sogenannte Brandmauer zur AfD eingedroschen, in der Hoffnung, dass es schon nicht so schlimm kommen werdem wenn man sich mit der AfD in Koalitionsbettchen lege! Spo kann man natürlich warten bis zum Jüngsten Tag, wenn man darauf hofft, dass endlich ein AfD-Verbotsverfahren in Gang gestzt wird!

Aber statt die gute Julia Klöckner mal so richtig einzunorden und auf Linie zu bringen, lässt man sie schwafeln, wie es ihr gerade passt und damit sie wenigstens politisch keinen größeren Schaden anrichten kann, hat man sie auf das Amt der schon erwähnten Bundestagspräsident:In hinfort gelobt. Wobei sie da durchaus als eines, wenn nicht das Unionssprachrohr mit Megaphoneffekt wahrgenommen werden dürfte. Sehr zur freude der AfD-Idioten im Bundestag! Nun hat also die Lirche ihr Fett weg gekriegt. Aber so ist das Leben. Zwar bin ich selbst kein großer Freund der Kirchen, gleich welcher Couleur und schon garnicht komme ich mit irgendwelchen sektiererischen und fundamentalreligiösen Vereinen klar, aber wenn jemand der Politik den Spiegel vorhält, dann finde ich das nicht nur in Ordnung, sindern ich betrachte es geradezu als die Pflicht der Kirchen. Die haben jahrhunderte- und -jahrtausendelang den Mächtigen das Wort geredet, sie können garnicht so viel büßen, als dass sie jemals ihre moralische und menschliche Schuld abtragen könnten. Aber sie sollen es wenigstens versuchen!

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