Tja, das hat schon in der Vergangenheit nicht funktioniert und wird auch in Zukunft nicht funktionieren! Immer die gleichen alten Gesichter mit immer den alten gleichen Ideen und dann neue Politik machen? Wieder mehr Stimmen holen bei Wahlen? Wie denn? Wo denn? Was denn? Die SPD hat bei den Wahlen der letzten dreißig Jahre so angekackt, wie kaum eine andere Partei in Deutschland oder sonst wo! Seit Gerhard Schröder die Agenda 2010 in die Welt gesetzt hatte und daraufhin die einfachen Menschen in Deutschland, deren Anwält:In und Vertreter:In die SPD einst gewesen war, die Rechnung für eine wirtschaftsfreundliche Politik zu zahlen haben, wundert sich eigentlich keiner mehr darüber, dass die Sozialdemokraten ihren Glanz verloren haben, genauso wie ihre Wähler! Dem Schröder hat das privat jedenfalls nicht geschadet und gekümmert hat es ihn wohl auch nicht weiter. Er hatte sich unter den Diktatoren dieser Welt den verbrecherischsten als Freund und Kumpel ausgesucht. Wladimir Putin, der Karriere als „lupenreiner Demokrat“ machte, bevor er die gesamte Macht in Russland an sich riss und aus der autoritären „Demokratie“ eine Oligarchie gemacht hat. Und weil er auch so etwas wie „Dankbarkeit“ zeigen kann, nach außen hin, beschenkt er Schröder regelmäßig zu seinen Geburtstagen mit Wodka, damit er sich die Welt und ihre schreckliche Realität, nach seiner Fasson schön saufen kann und mit einigen Aufsichtsratsposten in russischen Staatskonzernen, damit er im Alter keine Not leiden muss!
Freilich war die SPD bis heute nicht in der Lage Schröders Politik aufzuarbeiten, weder was die Nähe zu Russland, noch die Agenda 2010 anbelangt. Man konnte auch Schröder nicht los werden, so sehr man es angeblich auch versuchte! Statt dessen hält man ihm weiter die Stange, oder was auch immer. Aber zu offiziellen Anlässen einladen, das mag man nun auch nicht mehr! Dazu fehlt dann doch der Enthusiasmus. Aber Schröder war ja mit seiner Nähe zu Russland nicht ganz allein. Vor Nordstream 1 und 2 war ja was mit der Russland-Connection, vor allem in den Ostdeutschen Bundesländern und heute will niemand mehr von etwas gewusst haben, oder gar daran beteiligt gewesen sein! So sind die Zeiten eben! Aber machen wir uns nichts vor, die Union ist diesbezüglich dieselbe Meschpoke!
Und nun, eine weitere Wahl später und ein weiteres unsägliches Debakel an Verlusten von Wählerstimmen später (das wievielte ist das jetzt eigentlich?), geht dieselbe Diskussion erneut los! Keiner übernimmt Verantwortung, alle haben nur das beste gewollt, niemand ist an irgendwas schuld – hört sich beinahe an wie die ewigen Lobgesänge und Siegeshymnen die man von Trump und seinen wunderbaren Mitarbeiten tagtäglich hört! Konsequenzen ziehen? Klar, aber das sollen mal schön die andern machen, ich werde noch gebraucht in der Partei, vor allem in der Führungsspitze! Und so hocken sie da, die breiten Ärsche in ledernem Fauteuil bequem abgelegt und dann wird losgelabert, geschwafelt und debattiert! Gleichwohl ich nicht wirklich etwas gegen ältere Menschen habe, die sich in der Politik engagieren, so habe ich doch meine Zweifel an der Tatsache, dass es immer dieselben sein müssen. Wenn die jungen Generationen, insbesondere die Gen Z, sich mehr vertreten fühlen möchten, sollten sie sich einfach mehr einbringen und sich engagieren, anstatt darauf zu warten, dass man ihnen den Arsch hinterher trägt! Und dann ist es ja auch so, dass die Alten nicht deshalb meist das Sagen haben, weil sie sich in den Vordergrund drängen und die Jugend schlicht abservieren. Nein, die Alten sind schlicht und einfach die größte Bevölkerungsgruppe und genau deswegen sind sie überall so stark vertreten! Aber selbst wenn da einer daher kommt, der politisch hervorragende Arbeit macht, so wie z. B. der Boris Pistorius, den sogar die Leute mögen und den sie für einen besseren Kanzler halten, als den eigentlichen Bundeskanzler, dann stellt sich der amtierende Bundeskanzler hin und will die Macht behalten, obwohl ihn alle für eine Pfeife halten, die seit der ominösen „Zeitenwende“ eine Aura des Schweigens und Ignorierens um sich herum verbreitet, dass man sich gelegentlich schon fragen muss: „Ja lebt der jetzt eigentlich noch, oder ist der schon gestorben und keiner hat irgendwas gemerk(el)t?“
Na machen wir uns nichts vor. Das Ende der Fahnenstange für die SPD nach unten ist sicher noch nicht erreicht, es geht immer noch ein bisschen weiter nach unten. Schade für diese einst so große Arbeiterpartei! Das Genick hat ihr der unsägliche Schröder Gerhard gebrochen, den sogenannten „Genossen der Bosse“! Und von der verfluchten Agenda hat sie sich auch nie wirklich emanzipiert! Also passiert nichts. Die alte Esken will nicht abtreten, obwohl sie nirgends irgendetwas erreicht hat, außer vielleicht unangenehm aufzufallen. Keiner kann sie leiden und doch ist die Co-Chef:In der SPD. Sie ist die personifizierte Unsymphat:In der Politik und der SPD, eindeutig! Aber wenigstens darin ist sie absolute Spitze! Die anderen, wie Rehlinger und Schwesig wollen nicht! Der Klingbeil hat zwar die Niederlage bei der letzten Bundestagswahl mitzuverantworten, aber nu will er auch nicht abtreten. Dafür verhandelt er zu gern mit Fritze und dem alten Kleinkind Amthor! Zugegebenermaßen befindet sich die SPD gerade in einer komfortablen Position, was die Koalitionsverhandlungen mit der Union anbelangt, aber ist er der Mann der Zukunft? Das möchte ich mal mit einem Fragezeichen versehen. Mit einem ziemlich großen sogar! Wäre interessant zu erfahren, wo die SPD selbst eigentlich ihre Zukunft sieht? Als Mehrheitsbeschaffer:In potentieller Regierungskoalitionen, aber für Arme (denn die FDP hat es ja Gottseidank nicht in den Bundestag geschafft und das ist auch gut so!)?
Links:
- Neuaufstellung der Sozialdemokraten – Bas hält sich Kandidatur für SPD-Vorsitz offen (Artikel auf spiegel.de vom 08.04.2025)
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