Je länger Koalitionsverhandlungen dauern und Deutschland ist ja bekannt dafür, nichts übers Knie brechen zu wollen, bei was auch immer, besonders, wenn es beispielsweise um Bürokratieabbau geht, oder eine Regierungsbildung, oder so, desto mehr schießen Mutmaßungen und Wunschdenken ins Kraut. Das ist nicht ungewöhnlich. Also wundern wir uns auch nicht darüber, dass nun plötzlich ein Mann wieder in die Mitte der Wunschkandidaten zu rücken, der es bei der letzten Bundestagswahl, als Olaf Scholz das Rennen machte, aber mal so richtig verkackt hatte – Armin Laschet! Richtig, genau der Mann der zum unpassendsten Moment in Gelächter ausbricht. Zum Beispiel bei dem katastrophalen Jahrtausend-Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz 2021, als beinahe 200 Menschen allein in Deutschland ums Leben gekommen waren. Armin Laschet stellte sich ins die zurückweichenden Fluten und lachte sich eins vor den Kameras und anwesenden Journalisten. Das hat ihn bei den bald darauf folgenden Wahlen sicher etliche Stimmen gekostet, den Grundguten. Und nun halten ihn einige für den kommenden neuen Mann im Außenministerium? Alter, wie verzweifelt muss man sein? Hier wäre mal Platz für frisches Blut für eine Fortsetzung der „feministischen“ Außenpolitik im Stile Annalena Baerbock, bei der – trotz weitschweifiger Erklärungen – immer noch kein Mensch weiß, was das bringen soll oder was das überhaupt ist! In Afghanistan jedenfalls scheiterte sie grandios und auch überall sonst, wo sie auftauchte tippte man sich verwundert an die deutlich gerunzelte Stirn! Aber nun soll es ein Laschet richten? Wie und mit was denn? Kommt der ernstzunehmender rüber als Baerbock? Das darf getrost bezweifelt werden. Zwar wird er sich keine Gedanken um Feminismus in „seiner“ Außenpolitik machen, davon kann man ausgehen, aber er bedeutungsvoller wird er in seinem staatstragenden Auftritt auch nicht, nur weil er ein prächtiges Doppelkinn sein eigen nennt! Das Annalena in aller Regel eher nicht den richtigen Ton zu treffen imstande war, steht auf einer ganz anderen Blatt. Aber wenn man die deutsche Außenpolitik noch mehr verschlimmbessern will, als sie es ohnehin schon ist, dann kann man ruhig eine Gestalt zum Außenminister machen, die nicht mehr als eine Karikatur seiner selbst ist, dann nur zu. Er wird sicher in einigen Staaten herzlich willkommen sein, in denen er aufschlägt. Vielleicht sogar in den USA, wo er auf gut erprobte Weise Donald und seinen Sidekick J. D. Vance an-, respektive auslachen kann. Das wird dort sicher sehr gern gesehen, da bin ich mir ziemlich sicher!

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