Das ist etwas, das weder die Regierungen, noch die Banken gerne sehen. Leute, die Bargeld in der Tasche haben! Denn die kann man nicht so einfach kontrollieren und überwachen, wie diejenigen, die sich im Zahlungsverkehr auf ihre „Karten“ verlassen. Den Banken war das Bargeld schon immer ein Dorn im Auge und spätestens seit es die Möglichkeit gibt, mit einer Geld- oder Kreditkarte zu bezahlen, wollen die Kreditinstitute das Bargeld möglichst abschaffen. Das erinnert mich an die Zeit, als der Lohn wöchentlich oder monatlich in Lohntütchen bar ausgehändigt wurde und damit der Kontrolle der Banken entzogen war. Also kam man auf die glorreiche Idee, Girokonten einzuführen, die vollkommen „kostenlos“ waren und man redete den Leuten ein, das sei so sicher, dass es gar nicht sicherer geht. Gesagt getan. Die Leute ließen sich überzeugen, dass es eben „sicher“ ist, ihren Lohn auf ihr Konto bei der Bank ihres Vertrauens überweisen zu lassen. Zum einen könnten die bösen Ehemänner die Kohle dann nicht direkt in die nächste Kneipe tragen und es dort zu großen Teilen versaufen und zum anderen könnte man seine Geldgeschäfte per Überweisung tätigen und müsste nicht immer die gesamte Barschaft im Hosensack durch die Gegend tragen!

Nun haben die Banken die Erkenntnis gewonnen, dass es noch viel praktischer wäre, wenn der Bürger gar kein Geld mehr mit sich herum tragen würde und alles nur noch mit der Karte bezahlen würde. Zum einen könnte man sein Ausgabenverhalten prima überwachen und konsequent kontrollieren und darüber hinaus sogar noch seine zusammengeführten persönlichen Daten (wann er beispielsweise wo, was und warum gekauft hat!) meistbietend an internationale Marketingunternehmen verscherbeln und die Kenntnisse über seine Neigungen zu allseitigem Vorteil auszunutzen. Zum anderen böte sich nicht nur für die Banken die Möglichkeit den Zugriff auf das Geld der Kunden zu kontrollieren und gegebenenfalls nach Belieben auch zu begrenzen. Natürlich könnte der Zugriff auf das persönliche Vermögen eines jeden Bürgers von Staats wegen jederzeit und unbegrenzt eingeschränkt oder ganz unterbunden werden! So weit, so einfach! Die Banken könnten jede Menge Geld sparen, wenn sie nicht Geschäfte mit Bargeld versorgen und/oder dieses bei den Händlern abholen müssten, um es zu zählen und zu sortieren und auf bestimmte Konten buchen müssten. Die Kunden hätten es nicht mehr ganz so leicht, von einer Bank zur anderen zu wechseln, weil sie rasch den Überblick über ihre finanziellen Verpflichtungen verlören und überhaupt wären sie leichte Beute für die zunächst leicht und schnell vergebenen Kredite oder Kontoüberziehungsmöglichkeiten. Und dann sperrt man einfach den Zugang – Zack! Klappe zu, Affe tot! Von wegen Pfändungsschutzkonto und so weiter. Das funktioniert heute schon nicht, wie es eigentlich sollte. Viele Leute kommen trotz eines Pfändungsschutzkontos nicht an ihren Lohn heran. Die Bank stellt sich einfach quer und lässt die Leute am ausgestreckten Arm sprichwörtlich verhungern!

Also nur weg mit dem Bargeld. Kontrolle könnte so schön einfach sein, wenn die Leute nicht immer auf ihr Geld zugreifen wollten oder müssten. Da sie meisten Menschen eh keine Ahnung haben, wie man sinnvoll mit Geld umgeht, wäre es doch auch viel besser, wenn man dies der Einfachheit halber lieber gleich komplett den Banken überließe, oder? Denn die Banken halten es mit ihren Kunden wie die Deutsche Bahn mit den Reisenden – es könnte alles so super laufen, wenn die blöden Kunden nicht wären. Oder die dämlichen Reisenden, Nicht wahr?

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