Ein Christian will den andern Christian im Amt eines FDP-Chefs beerben – wahrscheinlich damit die FDP-Klientel nicht mit zu viel Neuerungen irritiert werden! So kommt er daher, jung, dynamisch und erfolglos, Christian Dürr, Fraktionschef der FPD im Bundestag, die dort nicht mehr vertreten sein wird. Im neuen Bundestag wird sie vermutlich niemandem fehlen, denn mit nur noch 4,3 % ist sie ebenso überflüssig wie ein Kropf! Dafür strebt er, wenn er denn ins Amt gehievt wird, nach einem Wiedereinzug in den Bundestag „spätestens“ bis 2029 mit einem bahnbrechenden Programm – er identifizierte als Hauptgegner zunächst einmal die CDU/CSU und will an der Schuldenbremse festhalten, komme was da wolle, oder auch nicht! Außerdem liegt ihm die „Generationengerechtigkeit“ so sehr am Herzen, dass einem ganz warm um selbiges werden könnte. Wenn es sich hier nicht ausgerechnet um die FDP handeln würde. Die ist nämlich bekannt vor allem dafür, dass sie zunächst an sich denkt, dann an sich selbst und schließlich nur an sich! Das ist natürlich eine Einstellung, die man für eine Partei der Wirtschaft, der Besserverdienenden und Leistungsträger akzeptieren kann, wenn sie sich gleichzeitig darum kümmert, dass sich niemand in seiner sozialen Hängematte zu wohl fühlt! Der liberale Traum von mehr Musk und mehr Milei ist wohl noch nicht ausgeträumt. Gut dass die bundesdeutschen Wähler:Innen dieses perfide Spielchen durchschaut haben und der FDP das Mandat entzogen haben – ohne Wenn und Aber! Den sollten sie sich tatsächlich auf CDU/CSU als ihren Hauptgegner einschießen, dürfte ihnen auf längere Sicht jede Machtoption verschlossen bleiben. Zu groß ist die Gefahr, dass sie im Falle einer Regierungsbeteiligung ab 2029 erneut Verrat an der Regierung (wer auch immer die dann stellen mag!) üben werden. Den Ruf als bundespolitischer Judas dürften sie so schnell nicht mehr los werden! Hans-Dietrich Genscher dürfte in seiner Gruft rotieren wie eine Turbine!

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