Ach wirklich? Will er das? Und wie bitte schön? Mal abgesehen vom Fehlen einer ausreichenden Zahl an Bundespolizisten, die die Grenzen wirksam überwachen könnten, fehlt auch sonst alles, was man bräuchte um die Grenzen dicht zu machen! Vielleicht kommt, wie einstmals die laut trompetende US-Kavallerie in letzter Sekunde ja die neu gegründete berittene bayrische Gebirgsmarine zur Hülfe, um die Myriaden an unerwünschten und ungebetenen Flüchtlingen in Horden über die zugeschneiten Alpenpässe hinüber nach Österreich und dann ins Tal hinab zu treiben, wo sie die friedlichen Bergbauern und Senner:Innen begeistert in Empfang nehmen, sie mit allem Lebensnotwendigen versorgen, um sie alsbald in ihre Heimatländer zurück zu bringen. Am besten nach Ruanda, denn das ist ja ein sicheres Herkunftsland. Man stelle sich das bildlich vor – Spahn „im Alleingang“ bewacht die Grenzen nach Deutschland, als einsamer Wächter und nachdem er ein paar hundert Flüchtlinge und ihre Schlepper eingefangen hat, lädt er sie in einen Lkw, um diesen dann direkt nach Italien, beispielsweise Genua zu fahren, wo sie auf ein Schiff verfrachtet werden, dass sie ins „heimatliche“ Ruanda bringt! Oder nach Albanien, wo die Italiener ihre Flüchtlinge loswerden wollen! Obwohl die meisten Flüchtlinge wo anders herkommen dürften, Aber wen kümmert das schon? Hauptsache weg aus Europa und hinein in irgend ein Flüchtlingsheim in Afrika, wo dann ein verständnisvoller Hausmeister die Asylanträge der Menschen sorgfältig prüft und sich darum kümmert, dass allen Gerechtigkeit widerfahre! Es ist ja auch nicht so, dass Ruanda sich in den Bürgerkrieg im Osten des Kongo einmischen würde und wenn, dann nur aus humanitären Gründen. Aber lassen wir das jetzt mal. Wir können uns gewiss sein, dass die Idee, man könne Ruanda als sicheres Drittland einstufen und alles, was hier nicht gewollt ist, nach dorthin abschieben, hat auch für gewissen Kreise in der Union einen kaum fassbaren Reiz. So ein bisschen rechts außen, vielleicht nich ganz so weit wie die von der AfD, das hat schon was. Immerhin ist man ja bestrebt, die Sozialdemokratisierung der CDU wieder zurück zu drehen. Obwohl, wenn man die bisherigen Sondierungen betrachtet die zwischen Union und SPD gelaufen sind, kann man davon wohl kaum mehr sprechen. Hier ist deutlich die Sprache der SPD zu erkennen. Die CDU/CSU hält da fein still, denn ohne die Sozis, die viel- und oft geschmähten, ist keine demokratisch legitimierte Regierung möglich! Kanzlerkandidat Merz hin, stärkste Partei im Bundestag her! Das ist wohl Pragmatismus. Andererseits hätte man dann auch den Scholz weiter wurschteln lassen können. Das hätte eine gewisse Kontinuität ergeben. Aber auch weniger „Ich erklär euch jetzt mal, warum ich was beschlossen habe!“
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