Es muss sich furchtbar anfühlen, wenn man als potenzieller „Erbe“ mit ansehen muss, wie die Alten, die künftigen Erblasser also, im Alter ihr Vermögen auffressen (müssen/sollen!), anstatt es sorgsam zu hüten, um es ihren Kindern und Kindeskindern zu hinterlassen! Oder? Ich frage mich schon gelegentlich, ob der Staat dafür Verantwortung tragen muss, dass erben auch etwas zu Erben haben? Ist es wirklich Sache des Staates, die Kosten der Pflege zu zahlen, damit die Pflegefälle ihren Hinterbliebenen ein Vermögen hinterlassen können? Das kann ja wohl nicht deren Ernst sein, oder? Mal abgesehen davon, dass es der Staat noch nicht einmal schafft, Erben von großen Vermögen, Immobilien, oder Unternehmen mit einer Erbschaftssteuer zur Kasse zu bitten, die ein klein wenig Gerechtigkeit in den Steuersauladen bringt, kann es nicht seine originäre Aufgabe sein, das Vermögen von Pflegefäll:Innen zu schonen, damit sich deren Erben am Tag des Dahinscheidens ein Loch in den Bauch freuen können! Wer vermögen hat, und das ist ja schon bei jedem Hartzer so, der muss es aufzehren, bzw. versilbern, um sein Leben zu finanzieren. Daran ist nichts verwerfliches, zumal es ein kleines Schonvermögen gibt! Das will aber unter den potenziellen Erben niemand einsehen, klar. Denn die zanken sich im Zweifel lieber untereinander wie die sprichwörtlichen Kesselflicker um die Hinterlassenschaft eines Erblassers, anstatt ihm ein angemessenes Leben mit angemessener Pflege von seinem eigenen, (hoffentlich selbst erworbenen!) Vermögen zu gönnen!

Also könnte man meinen, dass es weder verwerflich, noch von irgend einer Bedeutung für die Erbschleicherbande ist, ob da noch etwas übrig bleibt, am Ende eines meist arbeitsreichen Lebens. Jeder ist in dieser Beziehung seines Glückes Schmied und wer sich darauf verlässt, jetzt nichts tun zu müssen, weil man ja später sowieso erben wird, der hat ein Erbe erst gar nicht verdient! Aber das ist nur meine eigene, bescheidene Meinung!

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