Ach, kaum in Amt und Unwürden, darf Marco Rubio, die neue außenpolitische Kapazität im Kabinett Trump und damit Außenminister, auch schon sein strenges Wort (und den drohend erhobenen Zeigefinger!) erheben und mit Nachdruck einen Waffenstillstand im Kongo fordern, wo M23-Rebellen und ruandische Truppen die ostkongolesische Stadt Goma eingenommen haben. Wie man ja weiß, gilt Ruanda vielen europäischen Staaten geradezu als Musterbeispiel eines sicheren Herkunftslandes und England hat sogar ein Abkommen mit diesem Staat getroffen, um unerwünschte Migranten, ganz egal, woher sie auch kommen mögen, dorthin abzuschieben – gegen bar Kasse, versteht sich! Auch die Union in Deutschland, hält Ruanda für sicher, keine Frage! Nun also auch Herr Rubio, der eigentlich Wurzeln in Kuba hat, aber dennoch US-amerikanischer Außenminister werden konnte, obwohl Donald Trump dafür plädiert, alle kriminellen Ausländer des Landes zu verweisen und zwangsweise auszufliegen. Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich. Manche Migranten sind eben doch migrantischer als die anderen. Daran muss man immer denken. Denn letzten Endes gibt es in den USA eigentlich nur und ausschließlich Migranten, mit Ausnahme der eingeborenen Indianer. Und ausgerechnet diese Migranten stören sich an anderen Migranten, nur weil sie nach ihnen gekommen sind? Das zeugt schon von einer gewissen Selbstüberschätzung. Aber das wiederum scheint typisch für die US-Amerikaner zu sein, ganz besonders, wenn sie Trump gewählt haben!
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- Kämpfe um Großstadt Goma – US-Außenminister fordert sofortigen Waffenstillstand in Kongo (Artikel auf sueddeutsche.de vom 29.01.2025)
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