Wer sich die Wahlprogramme von AfD und BSW anschaut, reibt sich zunächst einmal verwundert die geröteten Äuglein! Beide Parteien sind eindeutig populistisch unterwegs. Die eine, AfD mit Namen schwimmt auf der extrem rechten Welle, die andere verortet sich eher links außen Gemeinsam haben aber beide, dass sie gegen Migration und Migranten hetzen, die EU Scheiße finden und Deutschland am liebsten dem impotenten Potentaten auf dem Zarenthron in Moskau auf dem Silbertablett darbieten möchten. Im Tausch für billiges Gas und die „Freundschaft“ eines Diktators, dessen Unberechenbarkeit ähnlich zuverlässig wie die minütlichen Stimmungsschwankungen eines Donald Trump ist! Aber wen juckt das schon, wenn es sich um´s eigene Wohlergehen dreht? Zwar will der BSW höhere Renten durchsetzen, ähnlich dem „Modell Österreich“, bei dem alle, auch Selbständige in die Rentenkasse einbezahlen, dafür will die AfD aber keinen Mindestlohn. Ansonsten sind nicht wirklich Unterschiede zwischen den beiden „Bewegungen“ zu erkennen. Die Blauen haben auf ihrem Parteitag in Riesa ihre Alice zur König:In erhoben, weil die so schön hetzen kann und ein bisschen weniger bösartig rüber kommt, wie der blaue Björn aus Thüringen. Der BSW glaubt an die alleinseligmachende Wirkung von Sahra Wagenknecht und ihre Superkräfte Zersetzung und Spaltung. Schließlich hat sie sich ja aus den enttäuschten Überresten der Partei die Linke erhoben wie Phönix aus der Asche. An sich wäre es nicht schade gewesen um die den Linken abhanden gekommenen Querulanten und Quertreiber, die sich nun im BSW wiederfinden und plötzlich merken: „Verdammt, wir können uns auch hier auf nichts einigen und was auf die Beine stellen! Warum nur?“ Es ist das typische Schicksal linker und vorgeblich linker Parteien, die nichts gemeinsam auf die Reihe kriegen und sich im ewigen Kleinklein immer mehr zerreiben und aufspalten, bis am Ende nichts mehr von ihnen übrig ist.
Und da gehört auch die SPD dazu. Früher einmal die ganz große Hoffnung der Arbeiter, Angestellten und Rentner, der Armen und Entrechteten. Heute eine Partei, die darum kämpfen muss, nicht unter 1 % zufallen, um ähnlich der FDP in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Dass man das am ehesten mit Leuten schafft, die auch Wähler überzeugen können und nicht mit den abgehalfterten Figuren, die in der Regierungsampel so grandios versagt haben, scheinen die nicht zu kapieren. Olaf als „Kämpfer“? Da lach ich doch über! Der konnte (oder wollte!) während seiner dreijährigen Kanzler:Innenschaft die Politik der Ampel nicht erklären und hüllte sich die meiste Zeit in bedeutungsschweres, aber hoffnungsloses Schweigen. Natürlich hat die Ampel, besonders in Gestalt von Grünen und SPD nicht einfach nur nichts getan. Aber dank der FDP waren sie auch nicht in der Lage Probleme zu analysieren und dann konsequent und überlegt dagegen angehen. Statt dessen rieb man sich gegenseitig im Dauerstreit auf, bis endlich ein Schlussstrich gezogen wurde – nach monatelangen, vielleicht jahrelang vorbereiteten Provokationen und Eskalationen der FDP unter ihrem Geschichtenerzähler Christian Lindner. Aber hat das die SPD gestärkt? Nicht die Spur. Von den knapp 30 % bei den letzten Bundestagswahlen ist sie heute weiter entfernt, als jemals zuvor! Wenn sie am 23.02.2025 mehr als die 15 % erringt, die ihr gerade prognostiziert werden, kann sie sich mehr als glücklich schätzen! Als Juniorpartner zusammen mit der Union in einer schwarzroten Regierung, wird sich die SPD keine Meriten verdienen können. Alles was beschissen läuft, wird man ihr in die Schuhe schieben und alles was vielleicht gut läuft ist natürlich das Verdienst von CDU und – leider Gottes – der CSU unter ihrem bayrischen Moritaten- und Bänkelsänger Markus Söderer!
Und in all der Zeit, kann die AfD weiter ihr Süppchen kochen, von Trump lernen, in Musks strahlender Aura und in seinen Milliarden baden, sich als Deutsche Fratelli d`Italia gebärden und neidisch auf Marine Le Pen blicken, die nun, da sie ihren lästigen Vater endlich los ist (der wollte wohl partout einfach nicht sterben, nur um der „ehrenwerten“ Marine eins auszuwischen!) sich als zukünftige Präsident:In der Grande Nation zu gerieren! Mir wird übel, wenn ich dieses grauenhafte Sammelsurium an faschistoiden Schwachköpfen nur anschauen muss. Es wird Zeit, dass Karma, diese verdammte Bitch, endlich mal wieder in die andere Richtung pendelt und den Demokratiezerstörern, Rassisten, Hetzern und Ignoranten der Freiheit die Eier abdrehen, oder was auch immer sich sonst anbieten mag!
Links:
- BSW im Wahlkampf – Sahra Wagenknecht gegen alle (Artikel auf handelsblatt.com vom 13.01.2025)
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