Sicher habt ihr alle schon von Olaf´s berühmt berüchtigten Aktentäschchen gehört, das angeblich auf Facebook, oder „X“ oder wo auch immer Karriere gemacht haben soll. Ich habe mir dazu im letzten Jahr meine eigenen Gedanken zu diesem Thema gemacht und diese nieder geschrieben. Bevor die Reste der ehemaligen Ex-Ampel-Koalition nun endgültig den Bach hinunter gehen und im Orkus der Geschichte verschwinden, habe ich mich entschlossen, die bislang entstandenen drei Folgen zugänglich zu machen. Lest es euch durch, oder lasst es bleiben. Falls ihr Spass daran findet, empfinde ich das als angenehm. Wenn nicht dann eben nicht!

Die Plaudertasche

(Folge 1 – 28.09.2025)

Ich bin eine Plaudertasche

„Mein Name ist Tasche! Klaus-Bärbel Tasche, um genau zu sein. Aber ihr dürft mich auch gern Plaudertasche nennen. Das tun nämlich fast alle. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich eine kleine, unbedeutende Charakterschwäche habe – ich kann einfach nicht die Fresse halten. Das ist meist nicht sehr angenehm. Besonders für mich. Aber auch für meinen Besitzer möglicherweise und für die Leute, die ihn umgeben. Mir selbst ist es eher wurscht, denn ich habe nichts zu verbergen. Ich werde herumgestoßen, wenn ich unter dem Tisch abgestellt werde, gelegentlich sogar getreten, mit Füßen, und ich sehe Dinge, bei deren Anblick ich mir am liebsten die Augen rausreißen würde, wenn ich welche hätte. Aber dazu später vielleicht mehr…

Wie ihr sicher schon erraten habt, ist mein Herr und Besitzer eine nicht ganz unbedeutende Persönlichkeit. Ich will hier keine Namen nennen, aber Olaf S. weiß, von wem ich spreche. Meine Haut ist schwarz, also erzählt mir nichts von Alltagsrassismus und Diskriminierung, ja? Den erlebe ich jeden Tag aufs Neue, besonders wenn ich sehe, wie mich die faschistischen Vollpfosten von der AfD anschauen. Denen wäre es vermutlich lieber, ich wäre ebenso braun, wie ihre politischen Ansichten. Aber nee, dann wäre ich lieber rot, oder tot!

Einstweilen stehe ich aber ziemlich häufig unter dem Tisch der Regierungskoalition meist rechts von Olafs krummen Beinen und muss mir diverse, gelegentlich recht unschöne Dinge ansehen. Scholzens Sockenhalter beispielsweise, die wohl verhindern sollen, dass sich seine haarigen Beine zeigen, wenn ihm vor Erregung das Gesockse unter der Hose verrutscht. Das ist kein schöner Anblick, kann ich euch sagen. Überhaupt, diese dürren Beinchen, die in seinen Hosen stecken, sind nicht das, was man sich unter männlicher Erotik vorstellen möchte. Also belassen wir es lieber bei dieser Andeutung. Andererseits kann ich nicht anders. Wenn ich den Gesprächen lausche, die oberhalb der Tischplatte geführt werden, muss ich mich einfach umschauen. Besonders achtsam muss ich sein, wenn sich der Herr Finanzminister in der Nähe des Bundeskanzlers herumtreibt. Neulich hat er mich sogar getreten und ich vermute stark, dass dies mit Absicht geschehen ist. Wahrscheinlich wollte Lindner dem Olaf seine Stulle zertreten, die der sich mitgebracht hatte. Für die Frühstückspause. Aber nachdem der Lindner mit seinem Toupet auf mir und meinem Inhalt herumgetrampelt hatte, wurde da nichts mehr draus. Ich habe den Olaf fluchen hören wie einen Dreckspatz, als er sein zertretenes Frühstück entdeckte. Natürlich wusste er sofort, wer das gewesen war. Aber er konnte es nicht beweisen und ich hab ausnahmsweise mal die Klappe gehalten. Jetzt ist mir der Lindner einen Gefallen schuldig und den werde ich irgendwann einfordern, darauf könnt ihr einen lassen!

Die Plaudertasche

(Folge 2 – 01.10.2025)

Das ist auf Lindner´s Mist gewachsen…

…und wie es der Titel schon impliziert, es ist auch Mist, und zwar ein ganz großer! Letztlich dreht es sich bei der nun plötzlich so wichtigen und gehypten Aktienrente um den Versuch, den Banken und Versicherern gleichermaßen mal wieder ein Geschäft zuzuschustern. Ähnlich wie bei Riester. Als die Riester-Rente kam, ging es nur darum, die Versicherer zu pampern, weniger bis gar nicht um die Absicherung der künftigen Rentner vor Altersarmut, denn wer geriestert hat, durfte jahrelang erstmal die „Verwaltungskosten“ der Versicherer berappen und dann spärlichst verzinste Ersparnisse „anhäufen“, die letztlich kaum zu nennenswerten Rentenbeträgen führen konnten und wohl auch nicht sollten.

Nun will Lindner alles anders und natürlich alles besser machen, hat er gesagt, und hebt deswegen die Aktienrente aus der Taufe, die es nun endlich und wirklich bringen soll. In Zeitungsberichten ist bereits zu lesen gewesen, wenn man 30 oder 35 Jahre lang den Mindestbetrag einbezahlt, dann kann bei einer Weiterentwicklung des Aktienindexes „wie bisher“, am Ende der Laufzeit, bzw. beim Eintritt in das Rentenalter, ein „enormes Vermögen“ auf dem Konto sein – dank Zinseszins! Aber wenn der Aktienindex sich nicht entwickelt wie erhofft, was ist dann? Dann hat man eben einfach Pech gehabt? Angesichts der Tatsache, dass der Staat es den zukünftigen Rentnern überlässt, ob und wie sie „investieren“ wollen, und ihnen damit auch gleich die Verantwortung auf´s – sich durch den grauen Star leicht eintrübende – Auge drückt, anstatt sich um vernünftige Renten zu kümmern, die einem ein ordentliches Auskommen im Alter sichern, stellt sich schon die Frage, wer garantiert für die Werthaltigkeit der Anlagen? Der Staat? Die Banken gar? Keine Spur! Wenn der Zaster flöten geht, dann ist der Sparer selbst in der Verantwortung. Niemand hat ihn schließlich gezwungen bestimmte Aktien zu erwerben. Ich selbst habe neulich, als der Olaf den Besprechungsraum verließ, um mal schnell kacken zu gehen, ganz deutlich gehört, wie der Lindner sich darüber mokiert hat, dass die Grünen und die Roten so plötzlich bereit erklärt hatten, bei der ganzen Sache mitzuspielen. Und dann noch alles kreditfinanziert und dass er sich eigentlich viel mehr Widerstand erhofft hatte, um sich hinterher endlich mal als „Macher“ profilieren zu können. Eigentlich könne ihn ja niemand leiden, weil er so sparsam sei, hat er auch noch gesagt und als einer seiner eigenen Mitarbeiter, ich glaube es war der Djir-Sarai, sagte, er fände das gut, das die FDP auch mal was für die kleinen Leute mache und damit ihr Wählerpotential deutlich vergrößerte, fing er so sehr an zu lachen, dass er sich an seiner eigenen Spucke verschluckte und erst wieder Luft bekam, als ihm der Gesundheitsminister Lauterbach zu Hilfe eilte und ihm einen krachenden Schlag zwischen die Schulterblätter verabreichte. Natürlich hat sich Lindner nicht bei ihm bedankt, sondern hat ihn angeschrien, dass er ihm sehr weh getan hätte und er einfach nur herzlos sei. Aber das habe ich jetzt nicht gesagt, nä? Zwar soll es eine sogenannte Positivliste geben, welche Aktien der Rentner der Zukunft kaufen können soll, aber wie es am Ende aussieht bleibt jedem Einzelnen

Die Plaudertasche

(Folge  – 18.11.2025)

Telefongespräch mit Putin?

„Moin!“

„Wer war das?“

„Ich.“

„Wer ist ich, hier ist doch gar niemand!“

„Was soll das heißen? Bin ich niemand?“

„Mein Gott, ich glaube ich habe Halluzinationen…“.

„Ach, nu kack dich ma nich gleich ein, Chefchen, ich bins doch nur, deine alte schäbige Aktentasche!“

„Jetzt bin ich aber platt. Meine Tasche kann reden?“

„Und? Kannst du auch reden?“

„Ja, schon…“

„Und warum tust du´s dann nicht?“

„Wie meinst du das?“

„Na die Leute, sie wollen von dir was hören. Warum du welche Entscheidungen triffst, zum Bleistift, und wenn ja, warum nicht, so Sachen halt.“

„Aber ich bin aus Norddeutschland. Da is das so!“

„Okay, du meinst das is wie in Schwaben? Nicht gemeckert is genug gelobt, bloß auf Platt?“

„So in etwa.“

„Aber die Leute haben dich zum Kanzler gewählt und wollen gelegentlich deine Politik auch mal erklärt bekommen“.

„Wozu? Meine Politik ist selbsterklärend!“

„Das glaubst auch nur du.“

„Olaf?“

„Ja? Robert?“

“ Mit wem redest du da?“

„Na mit meiner…ach mit niemandem!“

„Hat sich für mich so angehört, als sprächest du mit deiner Aktentasche, hihihi.“

„Aktentasche? Auf gar keinen Fall, Robert. Bilde dir ma bloß keine Schwachheiten ein, du grüner Blödmann.“

„War echt schon am überlegen, ob ich da nicht ein Kinderbuch draus machen soll…Titel „Olafs Täschchen“ oder so etwas in der Art.“

„Hast du sie noch alle?“

„Wieso?“

„Du kannst den Leuten nicht mal dein Heizungsgesetz erklären!“

„Und du? Was ist mit deiner Zeitenwende?“

„Ach halt die Klappe! Was willst du überhaupt in meinem Büro?“

„Ich kam grad vorbei und weil deine Tür offen war, hab ich dich reden hören…“

„…und da dachtest du so einfach me nothing, you nothing, ich komm halt mal rein und sag „Hallo“, oder wat? Ich habe telefoniert, ja, telefoniert“

„Naja ich bin ein wohlerzogener Mensch, weißt du?“

„Das kannst du deiner Fritteuse erzählen, oder wie heißen die geschwätzigen Damen mit den scharfen Scheren, die einem die Haare schneiden, wenn man welche hat?“

„Und?“

„Was und?“

„Mit wem hast du denn jetzt telefoniert?“

„Na mit Putin doch. Is eigentlich ein ganz netter Kerl. Man darf ihm nur nicht dumm kommen.“

„Wie kommst du denn darauf?“

„Ich hab ihm gesagt, wir sollten mal wieder miteinander reden, so nach zwei Jahren.“

„Was sagte er denn dazu?“

„Ja, alles gut, das hättest du auch früher haben können. Keine Waffen an die Ukraine liefern, keine Sanktionen gegen uns, Kapitulation der Ukraine, keine Erweiterung der NATO, keine Eingliederung der Ukraine in die EU, und alles wäre gut gewesen!“

„Aha, altbekannte Forderungen also.“

„Ich hab ihm dann gesagt, er brauche keine Angst zu haben, wir werden auf keinen Fall den Taurus liefern. Wir verstehen absolut, dass er die als Eskalation ansehen würde.“

„Das allein ist ja schon ziemlich anmaßend, der Ukraine gegenüber, findest du nicht?“

„Nö wieso das denn? Wir müssen an die Zeit nach dem Krieg denken und daran, wie wir dann wieder an billiges Gas kommen, oder?“

„Ach Olaf, ich weiß wirklich nicht, ob das jetzt so gut war, aber bitte. Ich muss weiter, machs gut Olaf.“

„Ja, du mich auch Robert.“

„Hat der doch tatsächlich gemeint, ich hätte mit meiner Tasche geredet. Tststs.“

„Du hast mit deiner Tasche geredet!“

„Aber das konnte ich ihm doch nicht sagen. Der hätte doch gedacht, ich hab nicht mehr alle Latten am Zaun.“

„Aber jetzt glaubt er, du hättest mit Putin geredet.“

„Richtig! Scheiße, das wird er jetzt überall rum erzählen. Wie stehe ich denn jetzt da?“

„Na wie Olaf Scholz eben!“

„Ach du Scheiße! Und was mach ich jetzt?“

„Keine Ahnung, ich bin ja nur eine blöde Aktentasche und keine Politikberatungsagentur!“

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