Markus Söder, seines Zeichens ungekrönter König von Bayern und vor allem von eigenen Gnaden, hat mal wieder einen rausgehauen. So wie vor jeder Wahl, bei der es ihm nicht vergönnt ist, der Spitzenkandidat der Union aus CDU und CSU zu sein. Obwohl er logischerweis´ alles besser kann. Besser als die Regierung, die sich unter tatkräftiger Mithilfe der FDP (und Lindner!) selbst zerfetzt hat, aber auch besser als der derzeitige Spitzenkandidat Merz, der von seinem kleinen Widersacher, Olaf dem Schlumpf, so gern schelmisch und auch ein bisschen liebevoll(?) Fritze Merz genannt wird – ihr wisst schon, der mit dem Tüdelkram! Zwar hat dem der Söderer in einem Anfall geistiger Umnachtung seine „vollste“ Unterstützung zugesagt, aber das war schon vor ein paar Wochen und mittlerweile ist er davon überzeugt, dass diese Entscheidung Scheiße war. Große Scheiße, um genau zu sein. Aber nun ist es soweit. Er will die CSU weiter nach rechts schieben (als ob das überhaupt noch möglich wäre!), als die AfD ist, diese dann überholen und mit einem selbstverliebten Dröhnen in der Stimme zum Sturz des Westfalenfürsten Fritz II. oder was auch immer, aufzurufen. Letztlich kann es ihm zwar egal sein, wer unter ihm in Deutschland herrscht, aber es bringt ihm nicht die erhoffte Befriedigung. Soviel weiß er jetzt schon, denn in der Kunst der geistigen Masturbation ist er schon ziemlich erfahren. Was also soll einer machen, der von sich so sehr überzeugt ist, alles, aber auch wirklich alles besser zu können, als jeder beliebige andere Mensch (Politiker oder nicht!) in diesem Land? Na laut brüllen halt und das Maul bis zum Anschlag aufreißen in der Hoffnung, die Wähler schenken lieber ihm das Vertrauen, statt dem vertrockneten Herrn Merz, oder? Im Selbstdarstellen war er schon immer Spitze der Söderer Markus und so wird es kommen, wie es kommen muss. Vielleicht gelingt es ihm sogar, den Merz in den letzten Tagen vor der Wahl noch abzuschießen, oder ihm so eine mitzugeben, dass er doch dem „lieben“ Markus den Vortritt lassen will. „Freiwillig“!

Wie wir alle aus eigener Erfahrung wissen, ist die bayrische Politik um kein dummes Geschwätz verlegen, ist nichts zu rechtsradikal, rassistisch, oder einfach zu dumm, als das man es nicht doch noch einmal versuchen sollte. Da spricht man sogar dem immer mit solcher Inbrunst als Monstranz vor sich hergetragenen „C“ im Parteinamen Hohn. Denn was an dieser Politik „Christlich“ sein soll, erschließt sich auch bei längerem Nachdenken kaum einem Menschen. Außer vielleicht die dämliche Behauptung: „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott!“ Da scheint es schon eher so zu sein, als trüge der Söderer in seinem Charakterschädel den Intellekt einer Amöbe spazieren und genau so verhält er sich auch. Alles ist irgendwie nicht greiufbar und was er heute erzählt, ist gestern schoin wieder völlig überholt. Da kann man nur hoffen, dass man sich bei dem hirnlosen Gelaber nicht auch noch eine politische Amöbenruhr einfängt. Die kann nämlich ziemlich unangenehm sein. Leider nur für den Infizierten, weniger für die Amöbe! Aber wir dürfen auch nie vergessen, was einstens der Großmeister der Großfressigkeit, der (un)“selige“ fette Franz-Josef Strauß sagte: „Rechts von der Union darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben“! Nun aber, werden sie sich wieder nach Seeon begeben, zu lautem Lamento und bayrischem Pissbier in Hülle und Fülle und dort werden sie kauern zu Füßen ihres Vorsitzenden Ministerpräsidenten von Gottesgnaden, Markus Söderer, um zu lauschen seinen „weisen“ Worten und jeglichem Blödsinn, den er zu solchen Anlässen abzusondern pflegt. Vielleicht lädt er ja wieder den blöden Orban ein, um Europa zu zeigen, wie man richtige Politik macht. Oder den Donald Trump mit seinem Stiefellecker Elon Musk? Denn laut dem zukünftigen Ex-Möchtegernkoalitionspartner Christian Lindner, darf man gern ein wenig mehr Milei wagen und vor allem auch mehr Musk! Wer weiß? Auf jeden Fall kann man den Wahlkampf der CSU (und auch der CDU) auf den Punkt bringen – die Ausländer sind schuld und die sind faul und die wollen sich nur in der sozialen Hängematte Deutschlands suhlen und schließlich sind es eben Ausländer! Ziemlich große Sprüche für eine Regionalpartei, die bundesweit sicher kaum 5 % erreichen würde und, ähnlich wie die FDP wohl sang- und klanglos in der Bedeutungslosigkeit verschwände, wenn es nicht in Bayern den berühmt berüchtigten Filz und die eigens dort erfundene Gschaftlhuberei gäbe!

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