Ja, da hat der Olaf Scholz eben noch die Vertrauensfrage gestellt und dazu noch mal skizziert, wie es zum Bruch der Ampel kam, einschließlich verbaler Maßregelung für den armen Christian Lindner, der ja zweifellos durch sein mehr als unkooperatives verhalten während der dreijährigen Ampel-Regierung aufgefallen war und schon wirft sich Friedrich Merz für ihn in die Bresche und versucht ein bisschen Schönwetter zu machen. Denn wer weiß schon, wofür es gut ist, wenn man es sich mit dem Lindner nicht ganz verdirbt. Vielleicht braucht man ihn ja doch noch? Aber auch Lindner schenkt Scholz nichts und beweint sein furchtbares Schicksal, dass es ihm nicht vergönnte, als Sachwalter der schwarzen Null entsprechend gewürdigt zu werden und dem man, aller Ehren beraubt und völlig zu Unrecht für seinen Verrat „gedemütigt“, den Stuhl vor die Tür des Finanzministeriums stellte, bevor er es selber und denkbar provokant hat tun können. Der Arme. Nu steht er da wie der sprichwörtliche begossene Pudel und  versucht sich aus seiner D-Day-Paper-Affäre zu ziehen. Bedauerlicherweise glaubt ihm das keiner. Aber egal. Wir hoffen es zwar inständig, dass keiner sein Kreuzchen bei der FDP machen wird, wenn die vorgezogenen Bundestagswahlen am 23.02.2025 nun anstehen, aber wir dürfen auch nicht außer Acht lassen, dass es immer noch eine erkleckliche Zahl an Selbständigen und besserverdienenden Leistungsträger in Deutschland gibt, die das, was Lindner so fordert, gar nicht mal so gut, äh, schlecht finden. Mehr Musk wagen und sogar Milei, vielleicht auch mehr Donald Trump, wenn wir schon dabei sind, denn den findet ja auch der Fritze Merz nicht sooo übel. Nur die SPD ist natürlich schuld daran, wenn Trump gegen die NATO ist und mal wieder mit Austritt droht, oder damit, Truppen aus Europa abzuziehen. Merz kann das alles viel besser als Olaf. Schließlich ist er zumindest ein genauso rückwärtsgewandter Nisselpriem  wie Donald himself!

Ach und damit sind wir dann auch schon beim Wahlkampf. Was AfD und BSW so von sich zu geben pflegen, ist der Rede nicht wert, sondern eher ein Zeichen persönlicher charakterlicher Unzulänglichkeiten und seltsamer Rhetorik auf der einen und politische Selbstüberhöhung und Personenkult auf der anderen Seite. Sucht euch selbst aus, was wem eher zukommt. Einer rechtsradikalen faschistoiden Partei mit nahezu 44.000 Mitgliedern bundesweit, oder einer linksnationalen Putin hörigen Kaderpartei mit noch nicht einmal 1.100 Mitgliedern? Aber lassen wir das Thema jetzt ruhen und warten die anstehenden Wahlen ab, damit wir uns dann über den Ausgang angemessen ärgern können!

Links:

Hinterlasse einen Kommentar