Echt nervig ist seit ein paar Tagen die ständige Präsenz etlicher FDP-Politiker in Dauerschleife auf beinahe sämtlichen Medienkanälen im Fernsehen und im Netz. Ginge es um wirklich wichtige Dinge, könnte man dafür ja noch etwas Verständnis aufbringen. Aber, Leute, es geht hier um die FDP, eine Partei, der das Wohlergehen der „besserverdienenden Leistungsträger“ dieser Gesellschaft am Herzen liegt und natürlich das der Unternehmer, Selbstständigen und Freiberufler. Als ob das die breite Masse interessieren würde. Nein, es sieht beinahe danach aus, als hätte man Angst um die arme, arme, zu Unrecht gedisste FDP und vor allem ihres großen Vorsitzenden Christian Lindner, der als Finanzminister der Ampel-Koalition aber mal so rein gar nichts auf die Reihe gebracht hat, dass er einem schon leidtun könnte – wenn es sich nicht ausgerechnet um Lindner handelte. So versucht man nun mit allen Mitteln einer Splitterpartei (oder sollte man besser Trümmerpartei sagen?), der man ohnehin eine über ihre wahre politische Bedeutung weit hinausgehende Unterstützung angedeihen lässt, die sie überhaupt nicht verdient, um sie ja nur dem allgemeinen Vergessen zu entreißen und den Wiedereinzug in den nächsten Bundestag sicher zu stellen! Das an sich ist schon erbärmlich genug. Aber die Wahlwerbung, mit der die FDP nun antritt, kann einem schon den Konfirmationskaffee wieder rückwärts durchs Gesicht treiben, selbst wenn dessen Genuss schon mehr als ein dreiviertel Jahr zurück liegen mag! Wenn die FDP mit ihren dämlichen Plakaten Werbung machen will, dann bitte schön, nicht kostenlos durch Unterstützung der öffentlich-rechtlichen Medienanstalten, sondern auf Werbeflächen, für die sie gefälligst zahlen sollen. Denn die „Liberalen“ gehören zu den Parteien mit dem höchsten Spendeaufkommen aus Unternehmerkreisen und das dürfte schon seine Gründe haben, oder nicht?

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