Da staunt die Welt gerade nicht schlecht. Binnen einiger Tage haben islamistische Rebellengruppen mit türkischer Unterstützung mehrere große Städte in Syrien, darunter Aleppo, Hama und Homs erobert und sollen nun sogar schon in Damaskus stehen. Wie man weiter hört, soll sich der „Machthaber“ Assad bereits aus dem Staub gemacht haben und in irgend einem bislang unbekannten Land untergekommen sein. Vermutlich hat er alles mitgenommen, was in Syrien wertvoll war, wie das bei Diktatoren so üblich ist, wenn sie von Rebellen so nachhaltig in den Arsch getreten werden – Geld, Gold, Brillianten, vielleicht sogar ein paar schäbige Bitcoins. Aber wohin könnte er sich verzogen haben? Vielleicht nimmt ihn Russland mit offenen Armen auf? Oder der Iran? Scheißegal. Er wird sicher kein Leben in Armut führen müssen. Etwa mit Bürgergeld und einer Containerwohnung in einem Asylbewerberheim im Osten Deutschlands – obwohl, sicher kann man da nie sein. Schließlich kümmert man sich hierzulande gern um die syrischen Flüchtlinge, wie man hört. Sowohl die vor Folter geflüchteten Menschen werden hier geschützt und unterstützt, als auch die Folterer selbst, haben bislang deutschland genutzt, um sich zu regenerieren, um sich wieder in Form zu bringen für ihre schwere Aufgabe, tagtäglich Menschen zu foltern, zu töten und zu vergewaltigen!
Jetzt dürfen wir gespannt beobachten, wie sich die Lage in Syrien weiter entwicklen wird. Werden sich die Islamisten so gnädig und brüderlich zeigen, wie sie gerade versprechen? Oder werden sie viel eher alles einbuchten, was sich vom Sturz Assad´s und seines Regimes eine Änderung und vor allem Verbesserung der Lage im Lande erhoffen? Russland und Iran, bislang die eifrigsten Unterstützer des Diktators in Damaskus, sind augenscheinlich – trotz gegenteiliger Behauptungen – nicht in der Lage, den Terroristen Assad an der Macht zu halten. Beide sind zu sehr involviert in andere Konflikte. Russland beispielsweise in der Ukraine, und auch in Georgien, in Moldau und Rumänien, jeweils mit unterschiedlichen Plänen und Zielen und Iran hat schwer daran zu schlucken, dass die israelische Armee mit Nachdruck der Hamas in Gaza und der Hisbollah in Libanon die Hammelbeine langgezogen hat und nicht gewillt ist, auch nur einen Hauch Nachsicht zu zeigen!
Wir werden ehen, was die Zukunft den Syrern bringen wird. Donald Trump ließ schon verlautbaren, dass er nicht einzugreifen gedenke, als er bei der Wiedereröffnung von Notre Dame de Paris geladen war. Irael will sich in bezug auf Syrien ebenfalls zurückhalten, ergreift aber Maßnahmen zu seinem Schutz und dem seiner Menschen, indem es Truppen ins Niemandsland zu Syrien verschiebt! Die Lage ist einfach noch zu unübersichtlich, um klare Entwicklungen bereits jetzt erkennen zu können. Der türkische Herrscher Erdogan dagegen möchte die Millionen syrischer Flüchtlinge in seinem Lande nur allzugern und eher heute als Morgen loswerden!
Wenn man in diesem Zusammenhang nun auch die auffallenden die Parallelen zum Durchmarsch der Taliban in Afghanistan nach dem Abzug der westlichen Truppen betrachtet, kann man nur erstaunt sein. Auch dort fand der Machtwechsel binnen weniger Tage statt. Schnell und völlig unerwartet. Scheint wohl ein bewähtes Muster zu sein, mittlerweile!
Links:
- Erste Kämpfer sind auf Gelände von Assads Palast in Damaskus (Artikel auf spiegel.de vom 08.12.2024)
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