Seit die FDP dafür gesorgt hat, dass die Ampel scheiterte, ist sie trotz aller Fehler, welche die Liberalen, insbesondere Christian Lindner, auch danach noch machten und das waren wahrhaftig nicht wenige, spielt sich CL immer noch so auf, als habe er etwas zu sagen. Nun, Finanzminister ist er nicht mehr (Gottseidank!), sein Generalsekretär Djir-Sarai kam ihm wegen des D-Day-Papers abhanden, aber nicht, weil er sich irgendeiner Schuld bewusst geworden war. Er hatte nur Angst um seine Glaubwürdigkeit. Auch der Bundesgeschäftsführer Reymann ging von der Fahne, auch er unschuldig, wie ein neugeborenes Lämmchen. Nur Lindner blieb im Amt. Dafür fuhr die FDP als Partei zur Hölle und landete in Umfragen bei 3%, was aber nach Einschätzung vieler Beobachter noch viel zu viel ist.
Aber immerhin bleiben die Liberalen im Gespräch. Zwar als schlechtes Thema, das muss der Neid ihnen lassen, aber getreu der Maxime, dass auch schlechte PR dennoch immerhin PR ist, fallen sie nun auch weiterhin vor allem äußerst unangenehm auf. Während Lindner sich gerade noch als künftiger Finanzminister einer unionsgeführten Regierung ins Gespräch zu bringen versuchte, mokiert er sich nun darüber, dass die CDU sich gaaaanz vorsichtig den Grünen annähert. Ein Habeck, als Wirtschaftsminister einer unionsgeführten Regierung, was für eine Zumutung das für ihn, den großen Vorsitzenden der mittlerweile statistisch völlig unbedeutenden FDP, Christian Lindner himself wäre? Es bedeutet nach Ansicht Lindners nur ein „Weiter so!“ Aber ein Lindner als Finanzminister einer unionsgeführten Regierung dagegen würde was bedeuten? Richtig, ein „Weiter so!“ Aber seien wir mal ehrlich, aber bevor das geschieht, braucht es ein echtes Wunder, denn da ist immer noch der Söderer davor und der findet Merzen´s Kuschelrockkurs mit den Grünen gerade absolut nicht witzig!
Man muss auch einmal klar postulieren, dass die FDP, gemessen an ihrer politischen Bedeutung und dem Anteil ihrer Wählerschaft, in den Medien derzeit völlig überrepräsentiert ist. Lindner hier, Dürr dort, Buschmann woanders und Djir-Sarai im Abseits. Warum sollte es die Menschen interessieren, ob und wo die FDP welche Meinung vertritt? Sie sind eine reine Lobbyvereinigung der Wirtschaft, der „Besserverdienenden“ und der „Leistungsträger“ und sie spielten oft genug das Zünglein an der Waage und verrieten ihre Koalitionspartner. Für die Bürger, also den Durchschnitt der Bevölkerung Deutschlands, spielten sie praktisch nie eine Rolle. Sie hielten sich nie damit auf, das Leben der Menschen zu verbessern, es sei denn, es wären reiche Menschen gewesen. Denen krochen und kriechen sie nach altbewährtem Muster eifrig in die feisten Ärsche hinein. Es wird also einmal höchste Zeit, dass die FDP das bekommt, was sie verdient – Nichtbeachtung und möglichst viele Jahre im inneren Exil aber außerhalb der Parlamente im Bund und den Ländern und in völliger Bedeutungslosigkeit!
Links:
- Politik – „Brauchen grundlegende Wende“ – Lindner warnt Merz vor „Weiter so“ mit Habeck (Artikel auf n-tv.de vom 05.12.2024)
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