Wollte man Deutschland den Weg in den Abgrund zeigen, müsste man das unter der Überschrift „Mehr Lindner wagen!“ kolportieren. Denn der gute Lindner, gerade mit „seiner“ FDP und dem D-Day-Paper gegen die Mauer des politischen Versagens gefahren, findet diese beiden Gestalten, Milei (der libertäre Präsi Argentiniens!) und Musk (selbstverliebter Trump-Fetischist und dessen Berater vor allem in eigener Sache!) so richtig gut, wie es scheint. Schließlich verkörpern sie genau das, was eigentlich im ureigensten Interesse der FDP ist – unkontrollierter und nicht regulierter Kapitalismus, ein freies und marktradikales Wirtschaftssystem, das sich selbst reguliert und „heilt“ und die Führung eines Staates nach unternehmerischen Prinzipien! Das traf natürlich noch nicht einmal innerhalb seiner FDP auf ungeteilte Gegenliebe. Seine Parteikolleg:In (und ich vermeide hier bewusst das Wort „-freund:In“!) Sabine Leutheusser-Schnarrenberger kommentierte diese Spinnereien Lindners mit einem Kommentar beim Spiegel „Milei will den Staat zerstören, er ist frauenfeindlich und hat mit liberaler Demokratie nichts am Hut. Es ist absolut indiskutabel, dass die FDP sich in diese Richtung entwickeln wird“.

So weit, so gut. Aber kritisch sehen das nicht alle. „Das finde ich genau richtig“, äußerte dagegen der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler. Innerhalb der FDP dürfte er aber nicht der Einzige sein, der das geil findet. Den Turbo-Kapitalismus, die rechten Ansichten, libertäre Ideen und ein wenig Faschismus kann ja auch nicht schaden. Hier könnte man den Eindruck gewinnen, die FDP möchte sich nur zu gern mit der AfD gemein machen und hier vielleicht marktliberales Wirtschaftsknowhow beisteuern? Man kann es ja wenigstens mal versuchen! Vielleicht schafft es die FDP ja sogar, die Brandmauer zur AfD rechts außen noch vor der Union nieder zu reißen und den Faschismus endlich in die „Mitte der Gesellschaft“ zu holen?

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