Mit diesen Worten kann man, grob gesagt, die Art russischer „Außenpolitik“ bezeichnen, die gerade in Georgien praktiziert wird! Nach der möglicherweise gefälschten Wahl in Georgien zeigt sich einmal mehr der Einfluss Russlands an seiner Peripherie, bzw. dem, was Russland als seine unmittelbare Einflusssphäre sieht. Georgien gehört dazu, wie man nun merkt. Nachdem Russland bereits im Krieg von 2008 zwei große Teile aus Georgien herausgebrochen hatte und diese nun mit ihm genehmen „Regierungen“ kontrolliert, dürfte der Traum von einem unabhängigen Georgien innerhalb der EU bis auf weiteres ausgeträumt sein. Nach bewährtem russischen Vorbild geht die russlandfreundliche „neue“ Regierung unter einem russischen Oligarchen mit zunehmender Gewalt gegen die Europa zugewandte Opposition vor, die immer massiver gegen den russophilen Kurs protestiert. Gleichzeitig droht der ehemalige russische Präsident Medwedew, der seit seinem Abgang zugunsten Putins, auffallend aggressiv vor allem in russischen Medien lamentiert, nun auch der amtierenden georgischen Präsident:In Salome Surabischwili, die eine eher europafreundliche Einstellung hat, mit dem Galgen. Alles nichts Neues, könnte man sagen und auch nicht völlig unerwartet. Obwohl die europäischen Traumtänzer wohl eher damit gerechnet haben dürften, dass Georgien sich friedlich und langsam nach Europa hin entwickelt und Russland sich damit abfindet. Das Vorgehen Putins und seiner Schergen darf als eine Art Blaupause für alles interpretiert werden, was künftig um Russland herum geschieht. Der Kreml wird nicht zulassen, das weitere Teile aus dem russischen Einflussbereich heraus brechen und gen Europa verschwinden. Dies dürfte das Ende der europäischen Träume in diesem Land sein. Zumal man nicht wirklich mit einer spürbaren Unterstützung Georgiens durch die EU wird rechnen können.

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