Da dürfte sich Olaf Scholz, der selbsternannte Friedenskanzler:Innen-Kandidat der SPD die Falten aus dem Sack gefreut haben. So viel Zuspruch aus den Reihen der strammen Russlandfreunde von der AfD hatte er sicher nicht erwartet. AfD-Chef Tino Chrupalla hatte dem ZDF erklärt: „Wer Merz wählt, wählt den Krieg.“ Und so eine Meinung aus zwar unberufenen, aber dennoch aus Gründen der Provokation nur allzu gern zitiertem Munde, adelt freilich Olaf Scholzen’s Taurus-Gezauderte. Das muss man erst einmal schaffen! Zwar gegen Russlands Krieg gegen die Ukraine zu sein, aber den Russen und vor allem Putin dabei auf gar keinen Fall weh tun zu wollen. Das sind schon sehr edle Motive. Sie erwecken nur leider den Eindruck, man habe in Wirklichkeit eben doch kein Interesse daran, der Ukraine wirklich zu helfen. Da kann Olaf noch so oft behaupten, wir deutschen seien – nach den USA – der wichtigste Waffenlieferant des angegriffenen Landes. Denn es stimmt zwar, dass Deutschland viel liefert, aber eben von allem nicht genug und so reicht es gerade mal so, um nicht sofort überrannt zu werden. Aber doch dringt Russland langsam immer weiter vor. Die Frage ist also, wie lange die Ukraine das noch aushalten kann!
Olaf Scholz wird es vermutlich ziemlich egal sein. Der Wille, wirklich nachhaltig dafür zu sorgen, dass Russland nicht weiter in der Ukraine vordringt, ist dann doch eher begrenzt. Ansonsten würde man wohl Nägel mit Köpfen machen und den Taurus liefern. Denn wer angegriffen wird hat das Recht sich zu verteidigen, mit allem, was sinnvoll und notwendig ist. Darum sollte man es auch liefern. Ansonsten entsteht leicht der fatale Eindruck, man wolle aus lauter Rücksicht auf die Belange Russlands, der von diesem angegriffenen Ukraine nicht helfen können! Wegen der roten Linien, die Putin ein um´s andere Mal in den Boden der Ukraine zeichnet – mit Bomben, Raketen, Drohnen, Panzern und jeder Menge Kanonenfutter!
Links:
- Ukraine-Krieg als Wahlkampfthema: AfD lobt Scholz – CDU weicht bei Taurus aus (Artikel auf zdf.de vom 01.12.2024)
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