Vermutet hatten es viele. Nun scheinen sich die Anzeichen dafür zu verdichten, dass es sich bei dem Koalitionsbruch der Ampel vor einer Woche um einen vorbereiteten Plan der FDP gehandelt hat, die es darauf anlegte, die Regierung platzen zu lassen. Die von Lindner und seinen Ministranten bereits seit Wochen geplante Intrige gegen die Koalition hatte wohl zum Ziel, die Regierung zu stürzen und dann am Besten nicht als der Arsch dazustehen. Darum kam es dem Lindner Christian sicher nicht ganz unrecht, wenn auch ein wenig überraschend, als ihm der Bundeskanzler den Stuhl vor die Tür stellte und alle FDP-Minister, außer Volker Wissing, kurzerhand entließ. Er war zu dem schluss gekommen, dass der Lindner den Bogen eindeutig überspannt hatte. Damit war die Koalition aber Geschichte, weil die Regierung ohne die FDP keine Mehrheit mehr besaß. Zwar warf man Olaf Scholz sogleich vor, er träte nach und versuche Christian Lindner und seiner FDP die Schuld am Scheitern der Koalition in die Schuhe zu schieben, aber wenn man es genau betrachtet, ist eindeutig Lindner der Drecksack. Denn er hat schon seit mehr als einem Jahr alles torpediert, was die Koalition an Beschlüssen gefasst hatte und stets und allem den Zwang zum Sparen unter die Nase gerieben. Aber wie gesagt, er wollte den schwarzen Peter nicht haben. Daher log er dass sich die Balken bogen und wand sich wie ein Aal, um nur ja keine Position beziehen zu müssen.

Aber dann kam es, wie es kommen musste und aktuelle Recherchen verschiedener Medien, darunter die Zeit und die Süddeutsche Zeitung. Unter dem markigen Stichwort „D-Day“ liefen die Planungen für den Tag des Verrats bereits seit September, wie es heißt. Aber bekanntermaßen ist der Bruch der Ampel nicht das erste Mal, dass sich die FDP anmaßt, eine Regierung stürzen zu wollen, weil nicht alles nach ihrem Willen läuft. bereits 1966 zog sich die FDP aus einer Koalitoion mit der CDU zurück und sorgte dafür, dass der damalige Bundeskanzler Ludwig Erhard (genau, der Vater des Wirtschaftswunders!) das Vertrauen verlor und Kurt Georg Kiesinger schließlich zum Bundeskanzler gewählt wurde.

Otto Graf Lambsdorff (FDP), damals in der Regierung Helmut Schmidt Wirtschaftsminister, „erarbeitete“ 1982 ein Papier, in dem er der Regierungslinie entgegentritt und dem Bundeskanzler wiederspricht. In den Augen von Helmut Schmidt eine eiskalte Provokation und ein eindeutiger Vertauensbruch – genauso, wie jetzt im Jahre 2024. Die Geschichte wiederholt sich. Ausgerechnet die FDP, mit ihren bei Wahlen gewöhnlich im mittleren einstelligen Bereich rangierenden Ergebnissen, nimmt damals wie heute für sich in Anspruch, die Entscheidung darüber treffen zu können und zu dürfen, ob es eine Regierung gibt, oder o diese Regierung nach dem Willen der FDP zusamen bricht! Eine Rolle, die ihr angesichts ihrer schwächlichen Position in der deutschen Demokratie vom Grundsatz her überhaupt nicht zusteht! Als die Regierung unter Schmidt schließlich scheitert, dient sich die FDP sofort der Union als Partner an und ermöglicht es Helmut Kohl Bundeskanzler zu werden. Verantwortungsvolle Politik geht aber nach meiner Meinung anders. Habe ich eine Koalition und innerhalb dieser Vereinbarungen getroffen, so sind diese einzhalten und umzusetzen. das FDP-Theater unter Lindner zeigt einmal mehr, dass die FDP eine Partei ist, die a.) im Bundestag vollkommen überflüssig ist (denn der Einfluss von Industrie und Wirtsvchaft ist zweifelsohne sowieso schon groß genug, der allgegenwärtigen Lobby sei dank!) und b.) ihr Mäntelchen nur zu gern nach dem Wind hängt, das heißt, eigentlich absolut unzuverlässig ist. Wer auf die FDP angewiesen ist, sollte sich am besten gleich mit dem Gedanken anfreunden, dass er sich auf die FDP im Zweifel nicht verlassen kann. Es würde der FDP ohne Frage gut tun, eine ganze Weile unter der 5%-Hürde verharren zu müssen und noch außerhalb der Opposition vor sich hin zu vegetieren, bis sich wieder jemand findet, dem es vielleicht nicht nur um Machterhalt um jeden Preis geht, sondern der genug Verantwortungsbewusstsein besitzt, um zu einer geregelten und anständigen Regierungsarbeit einen sinnstiftenden Beitrag zu leisten!

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