Gerade hat in Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan, die Welt-Klimakonferenz COP29 begonnen. Mithin wohl die 29. Auflage im Bestreben das Klima der Welt zu retten, den Temperaturanstieg auf einen Wert von, sagen wir mal unter 1,5 Grad Celsius (+X) zu begrenzen. Ein in jeder Beziehung ambitioniertes Zeil. Die Entwicklungsländer fordern als Ausgleich für den von den Industriestaaten zu verantwortenden Klimawandel und de Temperaturanstieg eine jährliche Apanage von 1 Billion Dollar, die sie freilich in eigener Verantwortung unter sich aufteilen wollen, ohne der „Verursachern“ dabei ein größeres Mitspracherecht einräumen zu wollen! Die Mutterländer der globalen Korruption wollen also das Geld der Industriestaaten, aber keine Kontrolle darüber wer es wie und warum bekommen soll. Die Industriestaaten sollen die Möglichkeit erhalten Klimaschutzmaßnahmen in Ländern der Dritten Welt zu fördern und dies auf ihre eigenen Klimagasreduktionsziele angerechnet bekommen. Wie man in diesem Jahr gesehen hat, öffnet dieses Vorgehen der Kriminalität und der Korruption in aller Welt Tür und Tor. In China wurden „Umweltschutzmaßnahmen“ gefördert, die keine wahren, oder die bereits von anderen als Fördermaßnahme beansprucht worden waren. By the way, über einen langen Zeitraum hat das niemand bemerkt, obwohl eindeutige Hinweise vorlagen, die man geflissentlich ignoriert hatte. Und dann irgend wann, als man nicht mehr anders konnte, stellte man bas erstaunt fest, das nahezu alle dieser Projekte schlicht und einfach nur „Fake-Projekte“ waren!
Aber nun wird alles besser, sagt man. In einer der Kapitalen der Erdöl- und Erdgasförderung dieser Welt, die sich vor allem durch ihre überbordende Korruption und versuchte Einflussnahme auf die Entscheidungen Deutschlands und der EU auszeichnet, durch Bestechung von Abgeordneten im Bundestag und weiß der Geier wo sonst noch, gesteuert von einer brutalen Diktatur unter einem „rechtmäßig“ gewählten Gewaltherrscher, soll nun der „turn around“ geschafft werden? Na klar. Dubai, Saudi-Arabien und andere Ölproduzierende Länder dürfen hier ungestört Greenwashing betreiben und die freie Welt spielt eifrig mit. Aus 200 Ländern reisen Delegierte an, vermutlich in ihrer Mehrzahl mit „umweltfreundlichen“ Flugzeugen und diskutieren die drängendsten Themen der Zeit! Wer´s glaubt, wird selig!
Dieses angeblich so große und weltbewegende Treffen zum Schutz des Klimas wird genauso wenig bringen, wie die Artenschutzkonferenz in Kolumbien, die nach wochenlanger fruchtloser Debatten ohne Einigung beendet wurde, weil nach etlichen Verlängerungen so viele Teilnehmer abgereist waren, dass keine Beschlussfähigkeit mehr vorhanden war. Auch hier ging es mal wieder nur um Geld, dass die einen nicht habe und die anderen nicht geben wollten. Jedenfalls nicht in der geforderten Höhe und auch hier war nicht klar, wer was kontrollieren sollen darf. Man kann schon den Eindruck gewinnen, dass eine effektive Kontrolle derer, die das Geld erhalten sollen und wollen, nicht daran interessiert sind, auch über dessen Verwendung kontrolliert zu werden! Ja dann kann es eben auch nichts werden.
Die Ausrichtung des Klimagipfels in einer Diktatur kommt der Vergabe der Weltmeisterschaften an irgendwelche stinkreichen arabischen Staaten gleich, die von Alleinherrschern geführt, kein Interesse an Meinungsfreiheit, Demokratie und Vielfalt haben. Aber sie haben Geld und das in nahezu jeder beliebigen Menge und mit dem werfen sie um sich. Das hilft scheinbar dabei die demokratischen Defizite gekonnt zu übersehen. Vor allem, wenn ma sie von vorneherein nicht sehen will! Und natürlich braucht es die USA und sonst niemanden. Aber man sollte sich keinerlei Illusionen hingeben. Seit Donald Trumps neuerlicher Wahl ist das Thema Umwelt- und Klimaschutz in den USA ziemlich erledigt!
Links:
- Klimaschutz statt Klimakrise: „Es braucht die USA“ (Artikel auf swr.de vom 12.11.2024)
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