Es gab einmal eine Zeit, da hat das Wünschen noch was geholfen. Es war die Zeit, als Deutschland das Schlaraffenland war. Geld floss in Strömen, die Menschen waren fleißig und schufteten Tag und Nacht und weil die Tage nicht lang genug waren, schafften sie sogar noch am Samstag. Dabei brachten sie es zu bescheidenem Wohlstand und sie bauten sich Häuschen oder, wenn sie ein bisschen Glück hatten, dann erbten sie eines von Oma. So hatten sie immer was zu tun und kamen nicht auf dumme Gedanken. Aber diese Zeiten sind lange her und heute ist es so, dass alles, was als Wohlstand überhaupt noch geschafft wird, trotz Fachkräftemangel, fehlender Kita-Plätze und einem Schulsystem, dass dem anderer Länder um Lichtjahre hinterher ist, einem Rentensystem, dass überall besser ist und mehr Renten zahlt als in Deutschland, und einem Gesundheitssystem, dass nirgendwo so teuer und ineffizient ist wie hierzulande, muss dann in den Umwelt- und Klimaschutz investiert werden. Denn an unserem Wesen, sollen die Welt und das Klima genesen.

Dann kam vor knapp drei Jahren der Tag, an dem der Robert Habeck Wirtschaftsminister wurde. Alles, was er fortan anfing, ging aber leider irgendwie in die Hosen. Vor allem das Heizungsgesetz, an dem er so hart gearbeitet hatte, und das ein böser Mensch vorab schon mal an die Presse durchstach, wurde zu einem wahren Rohrkrepierer. Denn was auch immer er damit bezwecken wollte, niemand konnte oder wollte es verstehen. Er erklärte es aber auch niemandem so, dass er es hätte verstehen können. Klar schien lediglich zu sein, dass es den Bürger viel Geld kosten würde. Und damit das dem armen gemeinen Häuslebesitzer nicht so weh tun würde, sollte der Staat einen Teil der Kosten übernehmen. Den gewöhnlichen Mieter aber, den übersah man wohl bei der ganzen Geschichte. Denn der hat ja weder Haus noch Hof und von daher muss er mit der Heizung vorlieb nehmen, die ihm sein Vermieter installiert. Daher interessiert sich auch niemand für seine Kosten. Er soll halt zahlen, wenn er heizen will. Einer muss ja der Dumme sein!

Nun aber, da die Ampel-Koalition gescheitert ist, da regt er sich, der Robert und hegt den innigen Wunsch, Kanzler werden zu wollen. Warum er der richtige Mann wäre, das weiß keiner so recht. Am wenigsten er selbst vermutlich. Vielleiecht stünden seine Chancen gar nicht so schlecht, wenn er das mit dem Heizungsgesetz gewuppt gekriegt hätte. Vielleicht hätte er gut daran getan, wenn er dessen Ziele in Form eines schicken Kinderbuchs verfasst und dann mit schönen handgezeichneten Bildern versehen an seine potenziellen Wähler verteilt hätte. Denn darin soll er ja Erfahrung haben. Und so fragen sich schon heute die Leute, warum er der mögliche beste künftige Bundeskanzler sein sollte, gleichwohl seine Partei gerade einen umfragetechnischen Absturz sondergleichen erleben muss. Aber es kommen sicher auch wieder bessere Zeiten. Vielleicht in hundert Jahren oder so. Sicher nicht schon Morgen. Aber man wird ja wohl noch träumen dürfen, oder?

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