Es sieht ganz so aus, als würde der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu seine Position in Israel festigen und mögliche Kritiker aus seiner Regierung verbannen. Yoav Gallant durfte seinen Hut nehmen und musste Platz machen für Israel Katz, der als einer von Netanjahus „Ja“-Sagern im Likud gilt. Gallant war ein Verfechter des Wehrdienstes für orthodoxe Juden, die bis zu einer Entscheidung durch ein Gericht bislang davon verschont geblieben waren. Natürlich hatte das Urteil die Ultraorthodoxen so gar nicht erbaut, war es ihnen doch viel lieber, wenn alle andern ihren Kopf für die Interessen und das Überleben des jüdischen Staates den Kopf hinhalten sollten, aber doch nicht sie, die Orthodoxen selbst!

Netanjahu kann und will es sich nicht leisten, es sich in seinem persönlichen Machtstreben mit den Ultraorthodoxen und seinen rechtsradikalen Koalitionspartnern zu verderben. Es geht schließlich um ihn selbst und drohenden Gerichtsverfahren wegen Korruption und Bestechlichkeit. Da kommt so ein Krieg gegen den Terror der Hamas und der Hisbollah gar nicht so ungelegen und wenn sich einem schon so eine wunderbare Gelegenheit bietet, warum sollte man die nicht nutzen?

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