Wie´s nach Innen aussieht, steht auf einem ganz anderen Blatt. Da kann man auch schon mal in schönster Eintracht Zwietracht säen am allgemeinen und demokratischen Bestreben, sich von den gesichert Rechtsextremen nach außen hin abzugrenzen. Wie ein paar Bierchen doch die trübe Stimmung heben können, grenzt schon an ein Wunder. Und bald ist ja auch schon Weihnachten. Mit Alice Weidel in der Christuskrippe des Stalls von Dresden, könnte sogar die AfD ein gar allerliebstes Bild abgeben. Wenn da nur nicht der Unvereinbarkeitsbeschluss der Union wäre, den man in einer flachen, schwachen Stunde erklärt hatte. Was tun, Herr Kretschmer, möchte man dem bärtigen Kontraproduktiven CDU-Chef von Sachsen zurufen. Aber man weiß natürlich, dass man seine Worte getrost auch in ein Klo sprechen könnte und dabei denselben Effekt erzielen. Jemand, der als Putinversteher seine Karriere in Sachsen versuchte zu befördern und es zumindest ins Amt des Ministerpräsidenten schaffte, fällt aber dennoch reichlich unangenehm auf, weil unter seiner Herrschaft die AfD auf nie gekannte Höhen stolzieren konnte! Wird das den Herrn Kretschmer davon abhalten Putin und sein Russland auch weiterhin für akzeptable Verhandlungspartner zu halten? Wohl kaum. Die Neigung, sich trotz aller Widrig- und Unwägbarkeiten vielleicht doch noch mit den rechten Alten und Naiven für Deutschland in ein Koalitionsbettchen zu legen, ist sicher nicht tot. Nicht umsonst verlangen einige Unions-Flachzangen, besonders in Sachsen, die Unvereinbarkeit zwischen CDU und AfD einfach aufzuheben, denn auch Nazis und Faschisten sind ja letztlich auch nichts anderes als Menschen. Zwar haben sie verdrehte Gehirne und genauso verschrobene rassistische Ideen, aber wenn die doch von 30 % gewählt wurden, kann man die doch nicht einfach ignorieren, oder?
Wie ich soeben aus dem Radio erfahren habe, sind die Sondierungsgespräche zwischen CDU, SPD und BSW in Sachsen gescheitert und so gewinnt diese Gesprächszusage von Kretschmer an die AfD eine ganz neue Bedeutung. Ist das der Anfang vom Ende der „Brandmauer“, die ja eigentlich überall da wo die CDU in der Politik maßgeblich herumkruschtelt, nie so ganz dicht gewesen ist. Nicht gegen Brände und erst recht nicht gegen die AfD und anderes faschistoides Gesocks.
Links:
- Vertrauliches Gespräch in Sachsen – Ministerpräsident Kretschmer trifft AfD-Chef Urban (Artikel auf spiegel.de vom 05.06.2024)
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