Nein, nicht nur der Untergang des Abendlandes droht hier in Deutschland durch die Fluten an illegalen Zuwanderern, die halt leider keine Facharbeiter sind, sondern Wirtschaftsflüchtlinge, und die nach Ansicht der CDU/CSU aber auch der FDP, sowie der SPD nur in unsere Sozialsysteme einwandern wollen. Jetzt droht auch noch der Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft! Schuld daran sind, nach Ansicht von Wirtschaftsvertretern die „überbordende“ Bürokratie, die langsame Verwaltung, EU-Vorgaben, das Lieferkettengesetz und, ganz besonders wichtig, die Standortnachteile in Deutschland, womit man zu hohe Steuern und vor allem viel zu hohe Löhne, Arbeitgeberanteile für die Sozialversicherungen und erst recht viel zu hohe Renten zu umschreiben pflegt! Dazu stelle man sich noch den Unwillen der Deutschen Arbeitnehmer vor, ihr bisschen Geld, dass ihnen zur Verfügung steht, in irgendwelche Aktien zu „investieren“. Diese furchtbare deutsche „Aktienkultur“ findet vor allem der Finanzminister echt scheiße und darum hat er auch seine „Aktienrente“ durchgesetzt. Man will nur das Beste für die Bürger und das ist nun mal nach Ansicht der Wirtschaft, deren Geld, ganz klar. Natürlich kämpft die Wirtschaft angesichts der sich bietenden Gelegenheiten auch gleich gegen den Sozialstaat an sich. Kündigungsschutz, Rentenintrittsalter, Tarifverträge, Gesundheitssystem, Bürgergeld – alles Dinge, die nach Meinung der Wirtschaft nur das Geld der Unternehmen kosten und so überflüssig wie der sprichwörtliche Kropf sind und vor allem arbeitsscheue Totalverweigerer in ihrer solzialen Hängematte unterstützen. Als Manager, Geschäftsführer und damit als Leitungsträger ist man selbstredend privat versichert und fährt einen schicken und vor allem teuren Dienstwagen, da braucht man so etwas nicht. Auch von der Pflicht, in die Rentenkassen einzuzahlen, ist man als Besserverdienender meist befreit. Im Alter zahlt dann im Notfall die öffentliche Hand aus dem Sozialbudget. Also warum selbst vorsorgen?

Aber das Gejammer der Wirtschaft wiegt schwer. Der Abbau von Arbeitsplätzen in Deutschland, oder gar das Abwandern von Unternehmen irgendwohin ins Ausland, baut natürlich ordentlich Druck auf und besonders bei der FDP, traditionelle unternehmerfreundlich bis zum Exzess, fällt das Geheule auf fruchtbaren Boden. Auch der philosophierende Wirtschaftsminister Habeck möchte die Unternehmen pampern. nur der Finanzminister schüttelt traurig sein Haupt. Er ist dauerhaft klamm und daran ist auch nach seiner Meinung, das für die Bürger verschwendete Geld schuld. Während Habeck aber danach strebt, Unternehmen aller Größe mit Subventionen zu stützen und das Wirtschaftswachstum schon das zweite Jahr in Folge unter die Räder kommt, sind sich die Unternehmen keiner Schuld bewusst. In der Regel geraten Unternehmen dann in Schwierigkeiten, wenn sie auf Grund von Fehlentscheidungen des Managements entwicklungen verpennen, Investitionen falsch oder gar nicht tätigen, Mitarbeiter entlassen und anschließend keine neuen Arbeitnehmer finden. Natürlich möchten sie dann nach altbewährtem Muster die Verluste sozialisieren und später die Gewinne privatisieren. Risiken wollen sie möglichst nicht selbst tragen und erwarten Investitionen des Staates in Zukunftstechnologien, während sie im Falle von Gewinnen nur zu gern sträuben die Staatshilfen zurück zu zahlen. Es ist immer das selbe Spiel und am Ende sind natürlich immer die Arbeitnehmer das Problem und die Gewerkschaften, die partout nicht einsehen wollen, dass die Gewinne in den Taschen der Unternehmer landen und die Mitarbeiter nicht genauso partizipieren sollen!

Dafür sehen wir im Fernsehen den Herrn Lindner, wie er die Menschen daziu bringen will, dass sie in Aktien „investieren“ und von den fabelhaften Möglichkeiten am Aktienmarkt profitieren! Er findet es nicht gut, wenn Menschen ihr Geld auf dem Girokonto bunkern, anstatt es der Wirtschaft in den Rachen zu schmeissen. Überlegen wir mal was für ein Risiko man am Aktienmarkt eingeht, fragen wir uns schon, wie wir das Risiko stemmen sollen, selbst wenn wir als „Anleger“ Geld in Aktien investieren würden. Ich denke hier nur mal an einst so renomierte Unternehmen wie beispielsweise Varta. Bis vor kurzem noch ein Vorzeigeunternehmen, wenn auch mit gewissen Schwiereigkeiten, aber doch bekannt und technologisch erfolgreich. Aber ratzfatz wird die Sanierung voran getrieben, indem man die Kleinaktionäre entschädigungslos enteignet und den Laden an Porsche verscherbelt! Oder Wirecard, ebenfalls ein Vorzeigeunternehmen, mit direktem Zugang zu den politischen Spitzen nicht nur in Deutschland. Von einem Tag auf den anderen stellte sich plötzlich heraus, dass es sich quasi um eine kriminelle Organisation handelte, deren Aktien nichts mehr wert waren, obwohl das erst keiner wahr haben wollte! Oder die Lehman-Krise? Riesige Banken, die infolge von Fehlspekulationen zusammen brachen, oder ins Wanken gerieten und mit hunderten von Milliarden Dollar und Euro gerettet werden mussten? Sicher alles hervorragende Beispiele für das Risiko im Aktiengeschäft, für das der Kleinanleger ganz alleine haften muss? Natürlich muss er das. Das ist Marktwirtschaft!

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