Wenn man sich die Lage nach den Landtagswahlen in den drei ostdeutschen Bundesländern Thüringen, Sachsen und Brandenburg ansieht, dann kann einem ganz seltsam zumute werden. Sahra Wagenknecht, die man getrost als moskauhörig betrachten kann, ist gefühlt gerade dabei den Bogen bei den Sondierungen mit CDU und SPD gehörig zu überspannen. Es würde mich nicht wundern, wenn sie diese Gespräche ganz bewusst sabotiert und an einer möglichen Einigung überhaupt nicht interessiert ist. Ansonsten kann man kaum verstehen, wie sie bundespolitische Forderungen an ihre potenziellen Koalitionspartner stellt, die sie in eine Präambel geschrieben sehen will. Mich würde es auch nicht wundern, wenn sie insgeheim mit der AfD Zukunftspläne schmiedet. Denn um die Zukunft einer demokratisch legitimierten Landesregierung kann es ihr nicht gehen. Oder wie kann man es erklären, dass sie von CDU-Chef Voigt verlangt, dass er sich von seinem eigenen Bundesvorsitzenden Merz distanzieren soll. Gut, Merz ist ein rechtskonservativer Typ, dem seine Mitmenschen herzlich egal sind und dem das Wohl der Unternehmer mehr am Herzen liegt, als die Notwendigkeit von Arbeitslosen, sich täglich wenigstens eine halbwarme Mahlzeit leisten zu können. Aber immerhin ist er bereit die Ukraine zu unterstützen und das ist deutlich mehr als Wagenknecht zulassen will. Der scheint eher die bedingungslose Kapitulation der Ukraine vor Russland der Weg zum „Frieden“ zu sein. Das ist zwar eine Friedhofsruhe, aber warum sollte sie daran Anstoß nehmen? Darüber hinaus will sie auch noch die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland verhindern, wahrscheinlich um Putin damit einen Gefallen zu tun. Angeblich steht sie ja noch nicht auf der Gehaltsliste des Kreml und das muss sie wohl sehr wurmen. Darum ist sie wohl auch nur allzu gern bereit in Vorleistung zu gehen. Es ist überdies fraglich, ob eine Koalitionsregierung mit dem BSW überhaupt funktionieren kann unter solchen Bedingungen. Der BSW mag zwar aus dem Stand heraus mit einem ziemlich guten Ergebnis gepunktet haben. Aber was Wagenknecht sich hier raus nimmt, ist nicht nur völlig unangemessen, es spottet jeder Beschreibung. Das kann sie gut finden oder nicht. Ein solches Koalitionsdiktat zeichnet deutlich den Weg vor, den sie zu beschreiten gedenkt und der führt schnurstracks in die Arme von Wladimir dem Krieghetzer! Wer sich darauf einlässt, der kann damit rechnen, dass ihm der Rest der Wähler auch noch abhanden kommt!

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