Sagen wir es mal so. Ich bin nicht wirklich ein Freund von sogenannten „Startups“, weil ich nicht verstehe, wie jemand sich allen Ernstes hinstellen kann und behaupten, er wolle mit irgendeiner Idee die Welt besser machen und es gehe eigentlich nicht um Geld, sondern um pure Menschenliebe. Natürlich kostet diese Menschenliebe meist viel Geld und das möchte man nur zu gern von den Steuerzahlern haben, denn selber verdient man ja nix. Die Idee muss halt erst noch reifen, nicht wahr? Nehmen wir als Beispiel mal das Startup Lilium. Das hat in den gut 9 Jahren seines Bestehens noch nicht einen müden Euro verdient. Okay, dort arbeiten an die 500 hoch qualifizierte Ingenieure, die sicher nicht um Gotteslohn arbeiten. Sie basteln einfach sogenannte Flugtaxis, wobei ich mich schon frage, wie groß ist der Markt für diese Dinger eigentlich? Angeblich liegen zwei, dreihundert Vorbestellungen und einige Anfragen vor, aber liefern kann Lilium natürlich nicht. Frühestens 2026, was aber wohl eher eine Vermutung ist, denn Gewissheit! Und dann? Muss jedes Jahr vom Staat zugeschossen werden, damit der Laden zum Zwecke der Weltverbesserung am Leben gehalten wird? Oder wartet man nur darauf, bis aus dem Startup ein „Einhorn“ geworden ist, dass man für ein paar Millionen oder sogar Milliarden an irgendwelche „Investoren“ verkaufen kann, um sich dann aus der Liga der Weltverbesserer zu verabschieden.
Ich kann mich irren, aber wer glaubt, aus Lilium könne so etwas wie die Firma BMW der Zukunft werden, oder gar Mercedes-Benz, der wird sich mit der schmerzlichen Tatsache anfreunden müssen, dass es vermutlich Jahrhunderte dauern dürfte, bis die Stückzahlen der Flugtaxis an die der großen deutschen Autokonzerne heran reichen, selbst wenn die wegen der eMobilisierung des Individualverkehrs derzeit gerade in die Knie gehen. Aber das ist nur meine eigene bescheidene persönliche Meinung!
Links:
- Berlin gewährt keine Bundeshilfen für Flugtaxi-Bauer Lilium (Artikel auf br.de vom 17.10.2024)

Hinterlasse einen Kommentar