Es gibt gerade in letzter Zeit jede Menge Leute aus allen möglichen Parteien, die mit ihrer unmaßgeblichen Meinung einfach nicht hinterm Berg halten können. Ein solcher ist zweifellos der Jens Spahn von der CDU, der schon mal Gesundheitsminister war. Wie jetzt, sie erinnern sich nicht mehr an ihn und seine grandiosen Leistungen im Amte? Das war der, welcher das mit den Schutzmasken dermaßen versemmelt hat, dass dem Steuerzahler ein Schaden von wohl mehr als 2,5 Milliarden Euro entstanden ist. Der schlichte Grund war der Einkaufspreis. Zunächst hat Spahn pro Maske 4,50 Euro abgelatzt (und nein, nicht für 10 Stück, sondern für jede einzelne Maske!) und später hat er nochmal einen draufgelegt und bei einer Schweizer Firma 6,50 Euro gezahlt. Ein Fabelpreis! Natürlich wollte er nie Böses, oder gar Schlimmes, keine Frage. Dafür hat er aber mit anderen Firmen auch noch Lieferverträge geschlossen, die ihm auf Abruf dann weitere Masken verschachern sollten. Die haben zwar nie etwas geliefert, weil Spahn nichts abgerufen hat, aber allein für die Bereitschaft, liefern zu wollen, wenn man denn anfrüge, hat er dutzende Millionen Euro gezahlt. Mithin für Garnichts also!
Da er aber gerade nichts Vernünftiges zu tun hat und von irgendwas muss er ja schließlich auch leben, tritt er nun als Migrationsexperte bei Maischberger auf und empört sich nach guter alter CDU-Art über die Massen an Migranten, die in unübersehbaren Scharen die deutschen Grenzen fluten und die Sicherheit des Abendlandes bedrohen, weil es sich doch bei vielen um Islamisten handelt, die es nach Messerstechereien gelüstet. In deutschen Kleinstädten, auf Volksfesten, an Bahnhöfen und wo auch immer. Es ist halt grad opportun, wenn man gegen Ausländer hetzt. Da lacht sich die AfD die Falten aus dem Sack, dass alle, wirklich fast alle „demokratischen“ Parteien, plötzlich AfD-Forderungen nach Reinhaltung des deutschen Blutes vor sich her tragen und die Grenzen schließen wollen. Für alle und jeden. Da kommt richtig Freude auf. Alles, was rechts ist, haut sich krachend auf die wabbeligen Schenkel und kann sein Glück kaum fassen. Das Leben kann so einfach sein, wenn man keine Ausländer mehr über die Grenzen lässt, nicht wahr? Und allen voran, tapfer und mutig, schreitet Jens Spahn, das migrationspolitische misanthropische Gesicht der Union und tut Kund und zu wissen, was mit Sicherheit so gut wie keine Sau interessiert. Aber man kann damit ja schon ein bisschen Quote machen und darum finden solche „Polittalks“ ja auch bei Maischberger statt! Oder bei Lanz, oder Miosga, oder wie sie alle heißen. Das hat zwar so gut wie keine Substanz, aber was soll´s? Hauptsache Spahn kann sein kantiges Profil ein wenig in Szene setzen. Zu mehr taugt es eh nicht!
Links:
- Politik – Migrationstalk bei Maischberger – Spahn: „Wir halten das nicht mehr durch“ (Artikel auf n-tv.de vom 17.10.2024)
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