Nun ist er öffentlich gemacht worden, zumindest in Teilen. Einige Punkte sind nach wie vor geheim. Der Siegesplan des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij. Allerdings bietet er nicht wieklich Aufschluss darüber, wie die Ukraine den Kreml und den dort sitzenden Lackaffen Putin zum Frieden zu zwingen. Eine Einladung in die NATO, mehr Waffen für die Ukraine, mehr Luftabwehr, keine Abtretung ukrainischer Gebiete an Russland? So eweit, so gut. Das sind keine wirklich neuen Forderungen. Es ist lediglich eine Zusammenfassung bislang schon mit schöner Regelmäßigkeit bei den Auslandsreisen des ukrainischen Präsidenten vorgetragenen Bitten um eine intensivere Unterstützung durch die bisherigen Partnerstaaten.

Im Kreml lacht Putin sich derweilen schon die Falten aus dem Sack, weil er davon ausgehen kann, dass sich an der Unterstützung nicht wirklich viel ändern wird. Zwar liefert Deutschland schon heute was es kann (außer die heiß begehrten Taurus-Marschflugkörper!), aber andere Staaten haben da schon deutlich mehr Luft nach oben, wenn man betrachtet, über welche Waffen sie verfügen und was sie bislang geliefert haben. Allerdings muss man sich auch in Europa darüber klar werden, dass zu wenig einfach nicht genug ist, um den Russen die Ärsche an der Front aufzureißen. Putin ist es nämlich völlig egal, wieviele seiner Verbrecherhorden bei ihren Infantrieangriffen nieder gemacht werden, oder von Minen zerfetzt werden. Das Land hat sicher noch genug Mörder, Vergewaltiger und dergleichen in seinen Gefängnissen und Straflagern sitzen, die es verheizen kann. Und dann sollen da ja nun auch noch etwa 10.000 Nordkoreaner sein, die bereit sind, für Russland auf die Minen zu treten. Das dürfte vermutlich auch weit angenehmer sein, als im Lande des kleinen Fetten aus Pjöngdingsda zu leben (falls man das als Leben bezeichnen kann!).

Einstweilen aber geht der Abnutzungskampf der Russen gegen die Ukraine unvermindert weiter und setzt die ukrainische Armee zunehmend unter Druck. Lassen wir uns überraschen, ob der Besuch des US-Präsidenten Joe Biden, vermutlich am Freitag den 18.10.2024, in Berlin neue Erkenntnisse bringen wird. Es bleibt im Interesse der Ukrainer sehr zu hoffen!

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